Endlich wieder ein Sieg für Kapfenberg
45 Minuten toller Fußball und 45 Minuten Bauchweh - so kann man den lebenswichtigen 2:1-Erfolg des SV Kapfenberg gegen Mattersburg zusammenfassen.

Foto © GEPAAm Ende mussten die Kapfenberger noch zittern
Heftig war die Kritik, die Kapfenberg nach dem destruktiven Auftritt bei Sturm Graz einstecken musste. Auch Präsident Erwin Fuchs hatte von seinen Kickern mehr Offensivgeist gefordert. Das haben sich die Falken im Abstiegsduell mit Mattersburg zu Herzen genommen und bewiesen, dass sie es ganz anders können. Nix Beton-Taktik, gegen die Burgenländer wurde wieder Fußball gespielt.
Schnitzer. Vom Anpfiff weg hatte der KSV das Heft in der Hand. Die elf Mattersburger waren so passiv, man hätte sie glatt zu den 3200 Zuschauern auf den Rängen dazu zählen können. Taboga (12.) und Osoinik (15.) eröffneten den Reigen der Torchancen, einen Liendl-Freistoß konnte Mattersburg-Keeper Bliem gerade noch an die Latte drehen (18.). Und doch bedurfte es eines schweren Schnitzers in der SVM-Hintermannschaft, um Bliem erstmals zu bezwingen: Nach einem Fast-Eigentor schnappte sich Felfernig den Ball, schoss in Richtung Tor und Kozelsky fälschte das Leder entscheidend ab - 1:0 in Minute 23. Kapfenberg blieb am Drücker und erhöhte durch ein schönes Taboga-Kopftor auf 2:0.
Wie ausgewechselt. In der Pause dürfte Mattersburg-Coach Franz Lederer die richtigen Worte gefunden haben. Wie ausgewechselt kamen die Burgenländer (diesmal ganz ohne Jancker) aus der Kabine. Zunächst rettete Susko noch gegen Lindström (51.), den Anschlusstreffer von Wagner konnte er aber nicht verhindern (53.). Kapfenberg war kurz von der Rolle, Sicherheit und Dominanz der ersten Hälfte waren wie weggeblasen. Doch Mattersbrug konnte aus dieser Schwächephase kein Kapital schlagen.
Superchancen. Im Gegenteil: Kapfenberg - zwischendurch doch wieder mit der Betontaktik unterwegs - kam zu Super-Chancen über Siegl und Lienhart. Da fehlte aber auch das nötige Glück, um das vorentscheidende 3:1 zu machen. So wurde es ein Zittersieg mit mächtigem Herzklopfen. Als Schiri Stuchlik (korrekt, unauffällig) das Spiel beendete, war der Jubel riesengroß. Die Mannschaft feierte bei einer Stadionrunde - auch ein Zeichen für die Wichtigkeit dieses Sieges.
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Fakten
Kapfenberger SV Superfund -
SV Mattersburg Endstand 2:1 (2:0). Franz-Fekete-Stadion, 3.200, SR
Stuchlik.
Torfolge: 1:0 (22.) Kozelsky
2:0 (38.) Taboga
2:1 (53.) Wagner
Kapfenberg: Susko - Iencsi, Taboga, Fukal, Osoinik - Lienhart,
Liendl, Erkinger (72. Siegl), Felfernig - Zimmerman (68.
Bernsteiner), Kozelsky (79. Sencar)
Mattersburg: Bliem - Pauschenwein (46. Seidl), Malic (46.
Pöllhuber), Sedloski, Mravac - Atan, Csizmadia, Mörz, Lindström -
Naumoski (81. Salamon), Wagner
Gelbe Karten: Erkinger, Fukal bzw. Pauschenwein, Malic, Csizmadia


















