Manninger blieb ohne Fehl und Tadel
Beim 2:1-Erfolg mit Juventus über Real Madrid half dem Teamtorhüter auch einmal die Stange.

Foto © GEPAManninger brachte die Stars von Real Madrid zum Verzweifeln
Die "Alte Dame" hat im Dienstag-Schlager der dritten Runde zur Champions League dem "Weißen Ballett" die "weiße Weste" ausgezogen. Juventus Turin bezwang im Schlager des Abends im Stadio Olimpico in einer Neuauflage des Endspiels von 1998 (1:0 in Amsterdam für die Spanier) Real Madrid 2:1, löste in der Gruppe H mit nun einem Punkt Vorsprung den neunfachen Meistercup-Triumphator als Tabellenführer ab und kam dem Achtelfinale einen großen Schritt näher.
Ohne Fehl und Tadel. Mitten drin, statt nur dabei war der Österreicher Alexander Manninger. Der Torhüter, der zum zweiten Mal nach dem 2:2 in Weißrussland gegen Bate Borisow in der "Königsklasse" den an den Adduktoren verletzten Weltmeister Gianluigi Buffon im Juve-Gehäuse vertrat, spielte ohne Fehl und Tadel. Der Salzburger, der zuletzt im ÖFB-Team einige Mal hinter sich hatte greifen müssen, ließ sich nur von Ruud van Nistelrooy bezwingen.
Machtlos. Gegen den Kopfball-Aufsetzer des langen Niederländers in der 66. Minute ins Kreuzeck war der 31-Jährige machtlos. Allerdings wurde Manninger auch von seinen Vorderleuten im Stich gelassen, denn sie hatten dem Oranje nur zugesehen, anstatt ihn zu stören. Bei einem Distanzschuss von Sneijder war dem ÖFB-Keeper die Stange und das Glück des Tüchtigen zur Seite gestanden.
Real muss warten. Der Österreicher, der von der "Gazzetta dello Sport" die Note 6,5 erhielt, hatte seinen Anteil daran, dass Real auf den ersten Sieg in Turin seit 46 Jahren weiter warten muss. Und dass den Hausherren, die zuletzt in eine Krise geschlittert waren, noch mehr Kritik durch Presse und Fans erspart blieb. Vor allem Trainer Claudio Ranieri dürfte sich gefreut haben, konnte er doch endlich wieder befreit durchatmen.
Torflut. Das 2:1 von Juve gehörte an diesem Dienstag allerdings zu den eher torarmen Spielen. In den acht Gruppen-Partien des ersten Spieltages zur dritten Runde der Champions League sind die Stadien nämlich von einer wahren Torflut überschwemmt worden. Es fielen rekordverdächtige 36 Treffer (Schnitt 4,5), die nicht nur so manche Hoffnungen, sondern auch einen Trainer wegspülten. Marius Lacatus trat bei Steaua Bukarest nach dem Heim-3:5 gegen Olympique Lyon zurück. Noch mehr Treffer fielen in Spanien, wo Villarreal Aalborg mit 6:3 abfertigte. ManU (gegen Celtic) und Bayern (gegen Fiorentina) siegten jeweils klar mit 3:0.


















