"Epidemie" bei Pfeifenmännern
Kärntens Vereine und Fans sind über die Schiedsrichter verärgert. Wegen Ablehnung erhöhter Spielleitergebühren meldeten sich Referees krank.

Foto © ReutersRote Karte diesmal für die Schiedsrichter?
Nachdem vor einer Woche bei der Jahreshauptversammlung des Kärntner Fußballverbandes (KFV) die bereits ausgehandelte Erhöhung der Spielleiter-Gebühren für die Schiedsrichter von den Vereinen abgelehnt wurde, erfolgte dieses Woche die Retourkutsche der Pfeifenmänner. Sie meldeten sich fast geschlossen krank (Grippe, Durchfall) und von der Liga bis zu den 2. Klassen wartete man vergeblich auf das Schiedsrichtergespann.
Neutral. Viele Klubs machten aus der Not eine Tugend und hielten sich an die KFV-Bestimmungen, wonach bei Nichterscheinen eines Schiedsrichters, die Vereine sich auf einen neutralen Spielleiter einigen. Gibt es keine Einigung, hat jeder Klub einen Spielleiter zu nominieren, der dann durch Losentscheid ermittelt wird.
Rückendeckung. Nur in der Liga wurden letztlich drei Begegnungen, darunter der Schlager Bleiburg gegen St. Stefan nicht ausgetragen. Die Vereine fordern jetzt Rückendeckung durch den Verband, denn nach den Bestimmungen könnten die Spiele durch den Strafausschuss mit 0:0 und ohne Punkte gewertet werden, auch eine Geldstrafe ist möglich.
Epidemie? Johann Tiefenbacher, Obmann von St. Stefan, fordert nun Rückendeckung durch den Verband: "Wenn es keine Neuaustragung gibt, dann wird protestiert. Man kann die unangekündigte Aktion der Schiedsrichter nicht auf dem Rücken der Vereine austragen". Auch KFV-Präsident Werner Lippitz zeigte sich verwundert: "Von einer Epidemie in Kärnten ist mir nichts bekannt. Neuverhandlungen wären sicherlich der bessere Weg gewesen".





















