Austria-Boss Canori schimpft: "Kollektive Verweigerung"
Austria-Präsident Mario Canori war nach dem 0:3 bei Sturm Graz ganz schön sauer.

Foto © GEPABei Kärnten gibt es nach der 0:3-Pleite in Graz keine Schönrederei
Gut, die Klagenfurter waren dezimiert, mussten etliche Mannschaftsstützen vorgeben. Nur: Der Kader ist eigentlich groß, viele müssen auf der langen Ersatzbank Platz nehmen und kommen über Kurzeinsätze nicht hinaus. Die Spieler haben mit ihrer Teilzeitarbeit keine große Freude. Die meisten glauben - das ist grundsätzlich im Fußball so - besser zu sein, als jene auf dem Platz.
Canori böse. Die Klagenfurter Ergänzungskräfte sind diesen Beweis in Graz beim 0:3 allerdings schuldig geblieben. "Bei keinem hatte man das Gefühl, dass er unbedingt ein Stammspieler sein muss", schimpfte Präsident Mario Canori. Was die Mannschaft zeigte, sei eine Frechheit gewesen, legte er am Sonntag noch ein Schäuferl nach und nannte das Gesehene kurzerhand "eine kollektive Verweigerung". So ohne weiteres zur Tagesordnung will Canori nicht übergehen: "Das werden wir mit der Mannschaft noch ganz genau analysieren müssen." Vor allem die fehlende Einsatzbereitschaft kritisierte er: "Ich bin bei der Auszahlung am Monatsersten mit mehr Leidenschaft dabei."
Alibi-Fußball. Trainer Frenkie Schinkels sprach am Sonntag bei der TV-Sendung "Talk & Tore" bei Premiere von einem deutlichen Rückschritt. Die fünf Siege davor hätten offenbar einige überheblich gemacht. In Graz zeigten die Klagenfurter jedenfalls Alibi-Fußball. Die zweite Niederlage hintereinander (nach dem 0:1 gegen Austria Wien) hätte seine Ansicht bestätigt, dass Platz sechs das Maximum für die Austria in der Bundesliga wäre. Die nächsten Tage wird trainiert, das Wochenende (Länderspielpause) ist frei. Nächster Gegner am 18. Oktober daheim ist Rapid.




















