Das glückliche Händchen des Frenkie Schinkels
Der Erfolgslauf von Austria Kärnten basiert auf vielen Faktoren. Einer ist die glückliche Hand von Frenkie Schinkels bei der Auswahl der Spieler, die am Samstag gegen die Wiener Austria bestehen müssen.

Foto © GEPAFrenkie Schinkels und seine Jungs spielen derzeit groß auf
Es herrscht das kollektive Staunen. Bei einer optischen Rundreise durch die österreichische Fußball-Landschaft bleibt der Blick des Beobachters plötzlich in Kärnten hängen. Die Serie von fünf Siegen bei einem Torverhältnis von 14:0 macht das Team des SK Austria stolz, lässt sie aber keineswegs übermütig werden, nicht zuletzt, weil am Samstag die Wiener Austria in der Hypo Group Arena gastiert. Der Erfolg ist jedoch kein Zufallsprodukt, es gibt einige gute Gründe für den Siegeslauf.
1. Die Qualität. Die Zusammensetzung der Mannschaft erfolgte nach dem richtigen Mischungsverhältnis. Erfahrene Bundesliga-Spieler werden kombiniert mit jungen eigenen Leuten und sehr talentierten Neuzugängen. Die Ausgeglichenheit des Kaders auf hohem Niveau zählt zu den großen Pluspunkten. So können verletzungsbedingte Ausfälle, selbst solche von Junuzovic oder Sandro (Muskelfaserriss, drei Wochen Pause), gut kompensiert werden.
2.Das Training. In der Vorbereitung wurde nichts dem Zufall überlassen. Die Testspiele dienten in erster Linie der Evaluierung und Beseitigung der negativen Werte. Auch in der Länderspielpause wurde intensiv gearbeitet, die gesamte Mannschaft spielt derzeit Bestform aus. Das Trainertrio mit Schinkels, Hannes Reinmayr und Dietmar Pegam kommt geschlossen aus der praxisorientierten Schule. "Wir sind selbst Fußballer und wollen die Mannschaft auch spielen sehen", so Reinmayr. Auf eine andere Mentalität, etwa die brasilianische, wird Rücksicht genommen. Es geht um eine verträgliche Dosis an Zumutbarkeit.
3. Das Klima. Atmosphärisch hat sich viel verändert im Vergleich zur vergangenen Saison. "Früher haben sich Spieler in der Kabine oft nicht einmal gegrüßt", erzählt Schinkels, der seiner Auswahl nicht nur fußballerische Kriterien zugrunde legte. "Ich wollte Leute mit Charakter, solche, die bereit sind, gemeinsam zu feiern und zu leiden." Das Team scheint diesem Anspruch gegenwärtig gerecht zu werden., die Stimmung ist konstant gut.
4.Das Selbstvertrauen. Siege machen stark, das erhöht die Sicherheit, seine Fertigkeiten auf dem Platz umzusetzen. Überdies legt Schinkels sehr viel Wert auf das Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen Spielers, auf eigenständiges Handeln, aber dem Teamgeist stets untergeordnet.
5. Das Glück. "Ein bisschen Glück gehört immer dazu", meint Reinmayr. Das gilt auch für den SK Austria. Die Stangenschüsse der Kapfenberger fallen ebenso in diese Kategorie wie der Zeitpunkt der erzielten Tore. "Sie fallen im richtigen Moment."




















