Moratti im Sog eines Finanzskandals
Dem Erdölmagnat wird "Betrug zur Deckung der Verschuldung" seines Fußballvereins Inter Mailand vorgeworfen.

Foto © APMassimo Moratti
Der italienische Erdölmagnat Massimo Moratti, Chef
von Inter Mailand, ist in den Sog eines
ausgedehnten Finanzskandals geraten. Moratti wird beschuldigt, seine
Erdölgesellschaft Saras, Hauptaktionär von Inter Mailand, vor zwei
Jahren zu einem aufgeblasenen Preis an die Mailänder Börse notiert zu
haben, um die Verschuldung des Fußballclubs einzudämmen, berichtete
die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Dienstag.
Ermittlungen. Moratti habe dank Finanztricks einen höheren Gewinn für seine
Saras gemeldet. Damit sei eine Aktie des Konzerns mit einem
Startpreis von sechs Euro an der Mailänder Börse notiert worden, zwei
Euro über dem eigentlichen Wert. Für Anleger sei ein Schaden von 770
Mio. Euro entstanden. Moratti konnte außerdem Teile der Verschuldung
seines Fußballclubs überbrücken, berichtete "La Repubblica". Über den
Fall wurden Ermittlungen in die Wege geleitet. Inter Mailand, also der Verein selbst, legt Wert auf die Feststellung, dass "weder irgendwelche Beanstandungen noch Ermittlungen gegen den Verein vorliegen".




















