Alles, was das Herz begehrt
Derby-Wahnsinn bei Dortmund gegen Schalke. Prödl und Harnik in Bremen nur auf der Ersatzbank.

Foto © APAWerder-Sieg ohne Prödl und Harnik
Die Rivalität im Ruhrgebiet ist groß. Was ein echter Fan ist, der nimmt nicht einmal den Vereinsnamen des Gegners in den Mund. Bei den Anhängern heißt der Schlager im Revier daher Lüdenscheid Nord gegen Herne West und nicht Dortmund gegen Schalke. Und die jüngste Auflage des Klassikers hatte wieder alles zu bieten, was das Herz begehrt. Sechs Tore, zwei Ausschlüsse und einen umstrittenen Elfmeter in der letzten Minute.
Aus 3:0 wurde 3:3.
Vor 80.000 Fans legten beide Teams ohne Taktieren los, gab es Chancen auf beiden Seiten. Nach einem dilettantischen Handspiel des zuletzt umjubelten Dortmunder Verteidigers Subotic brachte Farfan die "Knappen" mit 1:0 in Führung (20.), Rafinha erhöhte in der 39. auf 2:0. Spätestens als Westermann in der 54. Minute auf 3:0 für die Gäste stellte, schien die Frage, wer die Nummer 1 im Revier ist geklärt. Denkste, denn nach einer Stunde fühlte sich Schalke schon zu sicher und plötzlich holten Subotic (67.) und Frei (70.) zwei Treffer auf. Dann dezimierten sich die "Königsblauen" durch zwei Ausschlüsse (Pander, Ernst) selbst. So kam es, wie es kommen musste: In der 89. Minute pfiff Schiedsrichter Wagner einen sehr umstrittenen Handelfmeter für Dortmund, den Frei sicher zum Ausgleich verwertete.
Werder-Sieg ohe Prödl und Harnik.
Werder Bremen siegte ohne Sebastian Prödl (der dem wiedergenesenen Per Mertesacker Platz machen musste) und Martin Harnik gegen Cottbus mit 3:0. Zwischen der 75. und der 83. Minute entschieden die Hanseaten die Partie für sich. Viel Brisanz bot auch die Partie Köln gegen Bayern, wollen doch die Spekulationen um die Rückkehr von Lukas Podolski zum FC nicht verstummen. "Prinz Poldi" sah die ersten 57 Minuten dann aber nur von der Bank aus. Seinen Treffer hat er dann aber doch gemacht. In der Nachspielzeit stellte er auf 3:0. Die ersten beiden Tore in einer über weite Strecken schwachen Partie erzielte - natürlich - Torschützenkönig Luca Toni.


















