Altach trennte sich von Trainer Fuchsbichler
Die junge Fußball-Bundesliga-Saison hat ihre erste Trainerentlassung, interimistisch übernimmt der bisherige Co-Trainer Rudi Gussnig das Amt.

Foto © GEPAHeinz Fuchsbichler
Die Vereinsführung des SCR Altach hat am Samstag die Konsequenzen aus dem schlechten Saisonstart gezogen und erwartungsgemäß die sofortige Trennung von Trainer und Sportdirektor
Heinz Fuchsbichler bekanntgegeben. Co-Trainer Rudi Gussnig übernimmt beim Tabellenletzten interimistisch das Traineramt. Laut Altach-Geschäftsführer Christoph Längle werden ab sofort mit fünf bis sechs Kandidaten aus dem In- und Ausland Gespräche geführt.
Miese Bilanz. "Sieben Niederlagen aus acht Spielen, das ist natürlich nicht das,
was wir uns erwartet haben", begründete Längle die Entscheidung gegen Fuchsbichler. Die
Vorarlberger hatten am Freitag gegen den direkten Konkurrenten Kapfenberg auswärts 2:3 verloren und waren ans Tabellenende gerutscht. Die Begegnung war zuvor von der Altacher Chefetage zum Entscheidungsspiel um den Verbleib von Fuchsbichler ausgerufen
worden.
Bis zu 20 Angebote. Längle will "ab sofort" mit den infrage kommenden Nachfolgern
Kontakt aufnehmen. Dem Verein liegen 15 bis 20 Angebote vor, allerdings sind darunter nicht alle Wunschkandidaten. "Es hat definitiv keine Vorgespräche gegeben, aber man macht sich in unserer Situation natürlich Gedanken. Es ist aber nicht einfach, einen Nachfolger aus der Tüte zu zaubern", betonte Längle.
"Welt dreht sich weiter". "Die Welt dreht sich auch ohne mich weiter. Als Trainer ist man von Resultaten abhängig. Unter dem Strich zählen nur die Punkte", hatte der 40-jährige Ex-Profi Fuchsbichler nach der Niederlage in Kapfenberg seine Ablöse schon vorweggenommen. Seiner Mannschaft wünschte er, "die Klasse zu erhalten". Fuchsbichlers Vorgänger als
Bundesliga-Trainer in Altach waren der Tiroler Michael Streiter, mit dem die Vorarlberger aufgestiegen waren, und der Deutsche Manfred Bender, den Fuchsbichler im Jänner diesen Jahres abgelöst hatte.
Features
Aufsteiger 2005
Die Vorarlberger hatten in der Saison 2005/06 erstmals den
Aufstieg in die oberste heimische Spielklasse geschafft. In den
beiden darauffolgenden Spielzeiten erreichte man in der Zehner-
liga
jeweils die Ränge acht.




















