Austria Kärnten will FCK bezahlen
Bundesliga forderte SK Austria und FC Kärnten im Fall der Millionenklage zu gütlicher Einigung auf. Canori und Steindorfer konsenswillig.

Foto © GEPAMario Canori
Das zuletzt beinharte Match zwischen dem SK Austria Kärnten und dem FC Kärnten jenseits des Fußball-Feldes könnte nun doch noch auf einer friedlichen Ebene abgewickelt werden. Die beiden Klubs erhielten vom Senat II der Bundesliga jedenfalls am Donnerstag die Empfehlung, innerhalb der nächsten zwei Wochen eine einvernehmliche Lösung zu finden. Für 10. September wurde das nächste Meeting vereinbart, die Einigung sollte also vorher erfolgen, ansonsten muss der zuständige Senat eine Entscheidung treffen. Klar ist jedenfalls, dass Austria Kärnten zahlen wird müssen, die Höhe des Betrages ist allerdings einstweilen noch einigermaßen heftig umstritten.
50-Prozent-Chance. Die Forderung des FCK beläuft sich laut der Klage auf mehr als vier Millionen Euro. "Davon werden wir meilenweit entfernt sein", meinte am Donnerstag Austria-Präsident Mario Canori nach der Verhandlungsrunde vor der als Schlichtungsstelle eingerichteten Instanz. Anwesend waren Canori und FC-Kärnten-Chef Josef Steindorfer sowie deren Anwälte Klaus Mikosch (Austria) und Peter Vogl (FCK). Sowohl Canori als auch Steindorfer erklärten sich nach dem gestrigen Meeting grundsätzlich zu einer gütlichen Einigung bereit. Steindorfer glaubt, zumindest zu 50 Prozent Recht zu bekommen.
Gemeinsamer Nenner? Allerdings ist er realistisch genug, zu wissen, dass dies nicht zwangsläufig 50 Prozent des geforderten Betrags ausmachen müsse. Wie die Kleine Zeitung bereits berichtete, geht es in der FCK-Forderung um Ausbildungsentschädigungen für 117 Nachwuchsspieler (588.000 Euro), eine Vereinbarung über eine Zahlung von 1 Million Euro an Sponsorgeldern, von denen bisher 500.000 Euro bezahlt wurden, sowie um die Übertragung der Fußball-Akademie (Streitwert 3 Millionen Euro).
Kommen die beiden Klubs auf einen gemeinsamen Nenner, ist die nächste Verhandlung hinfällig, der Senat II müsste nur noch über das Ergebnis informiert werden. Wenn nicht, könnte der Instanzenweg fortgesetzt werden, über das Protestkomitee bis zum Neutralen Schiedsgericht.
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Noch kein Stürmer. Noch keine Entscheidung gefallen ist beim SK Austria Kärnten derweil in der Frage nach einem neuen Stürmer. Wolfgang Mair fällt für den Rest der Herbstsaison aus, Trainer Frenkie Schinkels hat laut eigenen Aussagen einige Kandidaten in der Warteposition. Vorher müsse allerdings noch für Sergej Jakirovic (war von Pasching an Rijeka verliehen) ein Verein gefunden werden. Die Zeit ist knapp, am Sonntag endet die Transferzeit.




















