Es liegt was in der Luft
Carlos Chaile gestand Fehler ein, zählte aber für Schinkels beim 1:1 der Austria in Wien zu den Besten. Brasilianer Adi wird am Freitag präsentiert.

Foto © GEPAChaile jubelte über sein Tor
Es war ein Spiel wie ein Kurz-Lehrfilm, in dem sich die Entwicklung einer Fußball-Mannschaft auf 90 Minuten zusammenpressen ließ. Drei Viertel der Partie zwischen Austria Wien und dem SK Austria Kärnten liefen nach den Vorstellungen von Frenkie Schinkels ab, ehe Carlos Chaile dem Drehbuch zuwider handelte und mit dem Elferfoul eine 15-minütige Orientierungslosigkeit auslöste. "Ich habe mir die Szene angesehen. Ja, man kann ihn geben", gestand der Argentinier, der wusste, dass von diesem Angriff keine Gefahr gedroht hätte. "Aber ich war mir sicher, den Ball zu erwischen. Jetzt weiß ich, dass man auch mit 33 noch lernen kann."
"Liegt was in der Luft".
Gelernt hat das Kärntner Team in dieser Partie von Beginn an. "Wir wollten selber wissen, was möglich ist", sagte Chaile. Rasch erkannten die Gäste ihre Chance. "Wir haben mit Druck der Austria gerechnet, aber der ist nicht gekommen. Da wusste ich, dass etwas in der Luft liegt", meinte der Kapitän, den Schinkels trotz dessen Fehlers zu den Besten zählte. "Er ist ein Vollblutprofi, ein Vorbild", so der Trainer über den Routinier, der auch eine private Durststrecke nach der Trennung von seiner Frau vor einem Jahr überwunden hat, wie Chaile selbst erklärt.
Adi unterschreibt.
Schinkels stellte fest, "eindrucksvoll bewiesen" zu haben, "dass wir überall überraschen können". Die Auswärts-Serie soll dazu dienen, das heimische Publikum anzuregen. "Ich will das Stadion füllen." Ein Ziel dabei: "5000 Abos".
Der Brasilianer Adi (Adschi, bisher Lask) kann gegen Rapid schon dabei sein, der Vertrag wird am Freitag unterzeichnet. Morgen testet der SK Austria in Velden gegen MTK Budapest (18).





















