Blatter bezeichnete Langzeitverträge als "Sklaverei"
Der FIFA-Boss forderte Manchester United auf, Cristiano Ronaldo keine Steine in den Weg zu legen.

Foto © APJoseph Blatter
FIFA-Präsident Joseph Blatter hat Manchester United aufgefordert, seinem Angreifer Cristiano Ronaldo keine Steine in den Weg zu legen, falls der Portugiese zu Real Madrid wechseln möchte. "Wenn der Spieler irgendwo anders spielen will, sollte eine Lösung gefunden werden", sagte der Präsident des Fußball-Weltverbandes am Donnerstag in einem Interview mit dem britischen Sender "Sky News".
"Moderne Sklaverei.
"Ich bin stets dafür, Spieler zu schützen. Und wenn ein Spieler gehen will, dann soll man ihn gehen lassen." Blatter forderte beide Clubs auf, sich zu Verhandlungen an einen Tisch zu setzen. Die seit dem Bosman-Urteil 1995 von Spitzenclubs geübte Praxis, ihre Topspieler mit langfristigen Verträgen zu binden, um bei einem vorzeitigen Vereinswechsel hohe Ablösesummen zu erzielen, verurteilte Blatter scharf: "Im Fußball wird zu viel moderne Sklaverei betrieben."
Sympathie für Ronaldo.
Als Fußballer und als FIFA-Präsident empfinde er viel Sympathie für Cristiano Ronaldo, meinte Blatter. Nach der EM hatte der portugiesische Star mehrfach betont, von Manchester zu Real Madrid gehen zu wollen. Doch der englische Meister erteilte den Wechselplänen eine Absage.
Features
Zum Thema
Foto

Cristiano RonaldoFoto © APA















