Adriaanse bittet um Geduld für die Bullen
"Wir sind erst bei 50 Prozent unserer Leistungsfähigkeit angekommen", meint Co Adriaanse. Die Fans sollen mit den Bullen deswegen etwas Geduld haben.

Foto © GEPACo Adriaanse hat für Red Bull Salzburg eine Offensivstrategie im Kopf
Salzburg startet am Mittwoch mit dem Heimspiel gegen den SV Mattersburg die Jagd nach dem zweiten Meistertitel der Red-Bull-Ära. Jacobus "Co" Adriaanse, der Nachfolger von Giovanni Trapattoni auf der Trainerbank, will mit den "Bullen" erfolgreich und attraktiv spielen, erbat sich jedoch noch etwas Geduld. "Wir sind wohl erst bei 50 Prozent unserer Leistungsfähigkeit angekommen", glaubt der Niederländer.
Offensivphilosophie. Die Umsetzung seiner Offensivphilosophie brauche Zeit. "Eine Mannschaft von einem Tag auf den anderen von defensiv auf offensiv umzustellen, das ist nicht leicht", so Adriaanse, der sich beim Zusammentragen der Infos über Mattersburg ganz auf seinen "Co" Michael Streiter verlassen hat. Verlassen will man sich auch diesmal auf die Heimstärke in der Red-Bull-Arena, vergangene Saison hatte man in 18 Spielen bei 15 Siegen nur zweimal verloren. Und gegen Mattersburg gab es in der Ligageschichte in zehn Heimspielen bei acht Erfolgen und 24:5 Toren erst eine Pleite.
Neuer Kapitän. Für Mattersburg, das mit zahlreichen Youngsters einen Platz zwischen drei und sechs anstrebt, beginnt das sechste Jahr in der höchsten österreichischen Spielklasse und das erste nach dem Abgang von Christian Fuchs (VfL Bochum) und dem Rücktritt von Spielgestalter Didi Kühbauer. "Natürlich ist mit Kühbauer ein Stück der Mannschaft weggebrochen. Die Mannschaft musste sich in gewisser Hinsicht neu finden, auch in punkto Hierarchie. Aber jeder Spitzensportler hört irgendwann einmal auf. Wir werden versuchen, denselben Fußball wie mit Kühbauer zu spielen", nimmt Franz Lederer den Wegfall seines Leithammels relativ gelassen. Als Neo-Kapitän des SVM fungiert Michael Mörz, der seit 1996 und damit am längsten im Kader der Burgenländer kickt.
Braver. Und Lederer hofft, dass seine Truppe etwas "braver" wird. "Wir wollen die Undiszipliniertheiten abstellen, also unnötige Ausschlüsse nach gewissen Wortmeldungen. Aber unsere Spielmentalität wird gleichbleiben, Lämmer werden wir auch zukünftig nicht sein. Wir werden weiterhin die Zweikämpfe suchen und sie gewinnen wollen." Die Favoritenrolle liegt für Lederer natürlich bei den Hausherren. "Da braucht man sich nur die finanziellen Mittel und die getätigten Transfers der Salzburger anschauen. Damit haben sie sich die Latte selbst sehr hoch gelegt." Der SVM-Coach setzt aber auf die Unbeschwertheit und sieht Außenseiterchancen. "Wir können relativ unbelastet ins Match gehen. Und vielleicht rennt das Salzburger Werkl ja noch nicht ganz so gut."





















