Drohbrief der Bundesliga an die Austria
. . . und an den Zukunftsfonds sollen jetzt zwei Anträge gestellt werden: Einer für Fußball, einer für alle anderen Sportarten.

Foto © GEPA
Der Streit um die Finanzierung der Fußball-Akademie SK Austria Kärnten rief jetzt auch die Bundesliga auf den Plan. Vorstand Georg Pangl schickte einen Drohbrief an Austria-Präsident Mario Canori. Inhalt: Die Bundesliga legt dem Klub nahe, die Akademie unbedingt und mit der alleinigen Trägerschaft durch den Verein weiter zu führen. Sollte wirklich die Überlegung bestehen, die Lizenz zurückzulegen, kann die Bundesliga nicht garantieren, dass Kärnten weiter mit einer Lizenz betraut wird.
Rückgabe.
Auch dann nicht, wenn sie der Kärntner Fußballverband übernehmen will. Der Schlusssatz sollte allen im Lande zu denken geben: Die Bestrebungen des ÖFB gehen ganz klar in Richtung Reduzierung der Akademien. Das hält aber Canori nicht davon ab, ernsthaft an die Rückgabe zu denken: "Wegen des Zuschusses aus dem Klub-Budget für die Akademie gefährde ich sicher nicht die Austria."
Zukunftsfonds.
Für ein Aufatmen bei allen Angestellten und Kickern der Akademie sorgte die gestrige Aussage von KFV-Präsident Thomas Partl: "Bevor die Lizenz an die Bundesliga zurück geht, übernehmen wir sie. Wir müssen an unseren Nachwuchs denken." Das tat der Boss auch, als er sein Fußball-Konzept beim Zukunftsfonds des Landes einreichte. Das sah eine Förderung von neun Millionen Euro für drei Jahre vor. Davon waren 600.000 Euro für den Nachwuchs der Austria gedacht. An dem Punkt scheiterte bisher alles. Gestern präsentierten Sportlandesrat Wolfgang Schantl und Zukunftsfonds-Vorsitzender Josef Martinz ihr Konzept. Sie wollen zwei Anträge an den Fonds stellen.
Neun Millionen.
Einen für alle anderen Sportarten, einen nur für den Fußball. "Die Summe von neun Millionen Euro bleibt gleich, das Geld nur anders verteilt werden", erklärte Schantl nach dem Gespräch, bei dem die Präsidenten der Dachverbände anwesend waren: Kurt Steiner (Asvö), Toni Leikam (Askö), Ulrich Zafoschnig (Union). Um beide Projekte realisieren zu können, steigen demnächst Gespräche mit allen Regierungsparteien. Auch Partl ist bereit, zu verzichten: "Wir wollen nichts für uns allein."




















