Austria Amateure siegten bei Schiedsrichterin
Janeschitz-Elf machte in Tabelle Sprung auf Platz drei - Tanja Schett pfiff bei erstem Spiel unter der Leitung einer Österreicherin souverän

Foto © GepaTanja Schett mit Spieler Manuel Roedl von Lustenau
Die Austria Amateure haben am Freitag in der 24. Runde der Red Zac
Liga ihrem Negativlauf im Frühjahr ein Ende gesetzt und mit einem
Sieg im direkten Duell den dritten Tabellenplatz vom FC Lustenau
zurückerobert. Es war der erste volle Erfolg für die Janeschitz-Elf
nach der Winterpause. Bereits am Samstag hat aber Schwanenstadt die
Chance, die Jungveilchen mit einem Sieg über Tabellenführer
Kapfenberg von Rang drei wieder zu verdrängen. Lustenau, das seinen
letzten Auswärtssieg ausgerechnet gegen die Amateure in der 14. Runde
gefeiert hatte, muss seine Aufstiegsambitionen wohl endgültig
begraben.
Viel Druck.
Trotz einer wenig atemberaubenden Partie wurde am Verteilerkreis
in den Freitagabendstunden Geschichte geschrieben: Mit
Schiedsrichterin Tanja Schett leitete erstmals eine Österreicherin
ein Fußballspiel der Red Zac Erste Liga. Die Schweizerin Nicole
Petignat hatte bis dahin als einzige Frau im Rahmen eines
Austauschprogrammes Profifußballspiele (T-Mobile-Bundesliga) in
Österreich gepfiffen. Wenngleich durch die Premiere wohl jede Menge
Druck auf den Schultern von Schett lastete, leistete sich die
33-Jährige, die sich mit der Gelben Karte für Burgstaller wegen
Reklamation gleich in der ersten Hälfte Respekt verschaffte, keine
nennenswerten Fehler.
Abstauber.
Ganz im Gegenteil zu Lustenaus Schlussmann Marco Knaller, der beim
Führungstreffer für die Amateure ordentlich patzte. Der 21-Jährige
war nicht in der Lage, einen weder scharfen noch platzierten Schuss
von Felix festzuhalten. Der 17-Jährige FSA-Spieler, der zum ersten
Mal in dieser Saison in der Startformation der Amateure aufschien,
verwertete per Abstauber im zweiten Versuch zur verdienten Führung
(12.). Lustenau hatte den in allen Belangen überlegenen Wienern auch
nach dem frühen Rückstand nichts entgegenzusetzen. Die Austria
hingegen vergab durch Tadic, dessen Schuss aus aussichtsreicher
Position sein Ziel knapp verfehlte, die Riesenchance auf das 2:0
(81.).


















