SK Austria Kärnten: Anlauf zum Spiel des Jahres
Der SK Austria Kärnten will heute im Heimspiel gegen Altach das Match um den Klassenerhalt de facto für sich entscheiden und kann dabei auf die Unterstützung der Fans bauen.

Foto © GEPAFür Freitag sind schon 15.000 Tickets weg
Der aktuelle Boom ist kein Beweis für Nachhaltigkeit. Aber die Besucherzahlen bei den jüngsten Heimspielen des SK Austria Kärnten haben die Diskussion über eine Erhaltung des Stadions in seiner jetzigen Form wieder angeheizt. "Wir haben gesehen, was hier für ein Potenzial herrscht, das Kärntner Publikum ist doch so begeisterungsfähig", kann der Euro-Botschafter und Klub-Beirat Rainer Calmund dem laut Plan vorgesehenen Rückbau gar nichts abgewinnen. Die oberen Ränge seien bei nicht so stark frequentierten Spielen ideal als Werbeflächen zu nützen, so der Deutsche.
Duell. Werbefläche Nummer eins ist freilich heute der Rasen, wo die Mannschaft von Frenkie Schinkels im nächsten Duell des beinharten Konkurrenzkampfs gegen den Abstieg die Altacher zum Schlagabtausch empfängt. Während den Vorarlbergern ein Unentschieden schon sehr gelegen käme, hilft den Austrianern nur ein voller Erfolg wirklich weiter. In diesem Falle, glaubt auch Innsbruck-Trainer Helmut Kraft, wäre die Frage, wer in der kommenden Saison zweitklassig sein soll, wohl zu Gunsten der Klagenfurter beantwortet.
Keine Nachlässigkeiten. Schinkels muss buchstäblich am Mann bleiben, um Nachlässigkeiten im Keim zu ersticken. "Mit bequemen Fußballern kann ich nichts anfangen." Zehn Minuten legeren Auftretens, wie von ihm im Verlauf der Trainingswoche einmal beobachtet, seien zehn Minuten zu viel. "Da musste ich eingreifen. Es geht um unheimlich viel." Auch darum "leichter nach Wien" zu Rapid fahren zu können. "Mit einem Punkt können wir nicht leben", so der Trainer. Daher muss die Mannschaft auch "am Boden bleiben".
Geeignete Elf. So hat er jene Elf aufgestellt, die er unter den gegebenen Voraussetzungen – Chaile und Ledwon sind gesperrt – körperlich und mental für die geeignetste hält. Roland Kollmann fiel heraus, obwohl er wieder berechtigt wäre. Chiquinho, den der Trainer ausdrücklich lobend erwähnte, fehlt es wohl noch am Durchhaltevermögen über 90 Minuten. Schinkels rechnet mit einer, wie er es formulierte, "Konter-Catenaccio" praktizierenden Altacher Mannschaft. "Sie werden sehr tief stehen." Er hat nach wie vor großes Vertrauen in Gernot Plassnegger. "Er haut sich voll rein." Thomas Pirker ist erstmals im Frühjahr von Beginn an mit dabei. "Ich erwarte mir viel von ihm. Sein Pech war bisher nur, dass Chaile und Ortlechner so stark spielten."
PS: Auch Schinkels ist für die Stadion-Erhaltung, Bürgermeister Harald Scheucher meint aber: ?Wir werden wohl zurückbauen müssen.“ Derzeit werde eine Variante für 18.000 Zuschauer geprüft.
Features
Mögliche Aufstellung
SK Austria Kärnten - SCR Altach
Kärnten: Schranz - Pirker, Hiden, Ortlechner - Bubenik, Junuzovic,
Riedl, Krajic - Wolf, Plassnegger, Weber
Altach: Michl - Orman, Carreno, Chinchilla, Pfister - Hutwelker,
Guem, Pamminger, Kling - Jaqua, Kirchler
33. Runde
Samstag:
Red Bull Salzburg - Sturm Graz
Wacker Innsbruck - Josko Ried
Austria Wien - SV Mattersburg
Sonntag:
LASK - Rapid Wien
Foto

Coach SchinkelsFoto © GEPA






















