Wackers Kämpferherz mit Punkt belohnt
Fußball-Bundesligist Wacker Innsbruck darf im Abstiegskampf weiter hoffen.

Foto © GEPALange sah es nach einer "Vastic-Show" aus
Die Tiroler erkämpften in der 30. Meisterschaftsrunde am
Mittwoch beim LASK ein 3:3 und haben den Abstand zum direkten
Konkurrenten Austria Kärnten (0:0 gegen Salzburg) mit zwei Punkten
konstant gehalten. Der LASK hingegen erlitt im Titelrennen nach dem
0:4 bei Salzburg am Sonntag erneut einen schweren Dämpfer und liegt
weiter vier Zähler hinter dem Titelverteidiger.
Doppelschlag.
Der LASK ging durch einen Doppelschlag von Vastic und Saurer
innerhalb nur einer Minute nach rund einer Stunde bereits mit 3:1 in
Führung, brachte diese aber nicht über die Runden. Orosz hielt die
Partie offen (71.), Madl sorgte schließlich mit seinem
Last-Minute-Treffer für den verdienten Ausgleich (93.).
Der Abend begann aus Sicht der Gastgeber allerdings programmgemäß.
Nach rund einer Viertelstunde entschärfte der für den gesperrten
Panis aufgebotene Hota eine nicht ungefährliche Strafraumsituation,
nahm Kolousek den Ball ab und leitete damit einen schnellen Konter
ein, den Vastic nach einem Doppelpass mit Mijatovic aus wenigen
Metern zum Führungstreffer abschloss (15.). Es war der zehnte
Saisontreffer des Routiniers und der erste aus dem Spiel seit 31.
Oktober 2007.
Zurück im Spiel.
Doch Schwarz-Weiß, eigentlich Herr der Lage, brachte den
Abstiegskandidaten wieder ins Spiel. Einen Freistoß, dem ein
Defensiv-Schnitzer von Klapf vorangegangen war, setzte Kolousek
gefühlvoll zwischen die Maschen, LASK-Tormann Cavlina war machtlos
(24.). Plötzlich boten die Innsbrucker wieder Paroli und setzten die
sichtlich geschockten Linzer unter Druck. Echte Chancen blieben
beiden Teams bis zum Seitenwechsel aber versagt.
Hochspannung.
Die scheinbar entscheidenden Minuten in einer zwar nicht
hochklassigen aber hochspannenden Partie erlebten 8.500 Fans auf der
Gugl nach fast einer Stunde: Eben hatte Kolousek, Innsbrucks Denker
und Lenker, aus spitzem Winkel vergeben, da erreichte im Gegenzug
eine Klein-Flanke den im Strafraum lauernden Vastic, der zum 2:1
einköpfelte (57.). Nur wenige Sekunden später machte Saurer, der sich
auf der linken Seite gegen Feldhofer durchgesetzt hatte, das 3:1
perfekt und schien alles klar gemacht zu haben.
Erzwungener Ausgleich.
Doch das Spiel blieb spannend. Die risiko- und einsatzfreudigen
Innsbrucker warfen alles nach vorne, spielten im einsetzenden
Schneetreiben noch mehrere Einschussmöglichkeiten heraus. So musste
Cavlina in der 66. Minute einen Kolousek-Schuss entschärfen, in der
69. Minute vergab der kurz zuvor eingewechselte Dollinger. Die Elf
von Helmut Kraft hielt den Druck bis zur letzten Minute aufrecht und
kam prompt noch zum verdienten Ausgleich: Nach einem
Kolousek-Freistoß köpfelte der von der Abwehr völlig vernachlässigte
Madl zum 3:3 ein (93.).
Features
Fakten
LASK - Wacker Innsbruck
Endstand 3:3 (1:1)
Stadion der Stadt Linz, 8.500, SR Grobelnik.
Torfolge: 1:0 (16.) Vastic,
1:1 (24.) Kolousek,
2:1 (57.) Vastic,
3:1 (58.) Saurer,
3:2 (71.) Orosz,
3:3 (93.) Madl
LASK: Cavlina - Gansterer, Baur, Hoheneder, Klapf (56. Wisio) -
Klein, Wendel (85. Adi), Hota, Saurer - Vastic, Mijatovic
Wacker Innsbruck: Pavlovic - Mimm (62. Samwald), Feldhofer, Knabel,
Schrott (76. Windisch) - Hölzl (68. Dollinger), Lindström, Madl,
Schreter - Kolousek - Orosz
Gelbe Karten: Klapf, Vastic bzw. Schrott, Knabel
Die Besten: Cavlina, Vastic bzw. Lindström, Kolousek


















