KAC gewinnt, VSV unterliegt
In der 14. EBEL-Runde kommt der KAC zu einem 4:2-Heimsieg über die Innsbrucker Haie. Der VSV hat gegen Meister Linz in Villach das Nachsehen: 3:5. Die Graz 99ers schlagen Dornbirn mit 6:2.

Foto © GEPA
Mit einer gewissen Erwartungshaltung marschierten die 4500 Fans in die Klagenfurter Stadthalle, präsentierten sich doch die zwei prominenten NHL-Neuzugänge Tyler Myers und Sam Gagner erstmals auf heimischem Eis. Der Fokus der Fans war natürlich auf das Duo gerichtet, das sich zwar immens bemühten, aber es auch nicht schaffte, zumindest einigermaßen eine Ordnung in das KAC-Spiel zu bringen.
Zu chaotisch war phasenweise die Darstellung der Athletiker, die in den gesamten 60 Minuten nie den Rhythmus fanden. Kombinationen über drei, vier Stationen fanden nicht statt, ein Spielsystem war nie zu erkennen. Von einem aggressiven Forechecking, schnellem Passspiel und engagierten Zweikämpfen, wie der Spielstil vor der Saison angekündigt wurde, ist der KAC - obwohl weiter auf Tabellenplatz drei - meilenweit entfernt. Auch Trainer Christian Weber scheint irgendwie ratlos.
Fremdkörper aus der NHL
Die zwei NHL-Stars haben verständlicherweise noch nicht ihre Rolle im Team gefunden, noch zu sehr sind sie Fremdkörper, die restliche Mannschaft kann ihren Ideen noch nicht folgen. Was speziell Gagner betrifft, der oft für seine gelungenen Pässe keinen Abnehmer fand. Ab und zu klappte es, aber Zählbares kam nicht heraus. Beide Cracks haben angedeutet, dass sie über großes Potenzial verfügen, aber auch sie eine gewisse Zeit brauchen werden, um dem Team helfen zu können. Doch ihr Gastspiel kann jeden Tag wieder vorbei sein, sollte der Lockout in der NHL beendet werden.
Im Spiel mühte sich der KAC gegen den Tabellenletzten zu einem 4:2-Sieg. Zwei Mal gingen die äußerst engagierten Tiroler, bei denen Andreas Nödl eine feine Leistung zeigte, durch ihren Goalgetter Francis Lemieux in Führung. Auf das 3:2 antworteten die Innsbrucker mit guten Chancen, aber KAC-Goalie Andy Chiodo war auf dem Posten.
Die zweite Pleite für Villach
Überfallsartig startete der VSV gegen Linz in die Partie. Bereits nach elf Sekunden zündete NHL-Star Michael Grabner den Turbo. Sein Schuss landete im Netz, allerdings über der Plexiglasscheibe. Es folgte ein offener Schlagabtausch, ausgelöst durch defensive Schwächen beider Teams. Das erste Ausrufezeichen setzte John Hughes. Linz-Goalie Alex Westlund hatte bei seinem Hammer keine Chance. Nur 34 Sekunden später "klingelte" es abermals. Antti Pusa tanzte durch die Linz-Verteidigung, seinen Schlenzer fälschte Derek Ryan unhaltbar ab. Der Schock saß bei den Oberösterreichern augenscheinlich tief. Rob Daum versuchte mit einem Time-out den Spielfluss zu brechen. Dies gelang und Rob Hisey traf zum Anschlusstreffer (15.). Trotz zahlreicher Powerplay-Chancen und sogar 5:3-Überlegenheit gelang es dem VSV nicht, die Führung auszubauen. Die Villacher wirkten in diesen Phasen einfach zu statisch.
Verwöhnt vom Anfangstempo, erlebten die 4200 Zuschauer im zweiten Abschnitt ein klassisches Mittelfeldgeplänkel. Erst ein Fernschuss durch Andrew Hedlund besorgte den verdienten Ausgleich (34.). Noch einmal hatte der VSV die passende Antwort. Andreas Wiedergut zog ab und überraschte Westlund in der kurzen Ecke (38.) zur 3:2-Führung.
Im Schlussdrittel erhöhte Linz aber noch einmal die Schlagzahl. Mittels Doppelschlag drehte der Meister durch Danny Irmen und Mike Ouellette (42. und 46.) die Partie. Pat Leahy und der Treffer ins verwaiste VSV-Tor von Rob Hisey (statt Höneckl kam ein fünfter Spieler) besiegelten mit dem 3:6 die zweite Heimniederlage der Villacher.
Features
Ergebnisse der Runde
- KAC - Innsbruck 4:2
- Capitals - Laibach 2:3
- Znaim - Salzburg 5:4
- VSV - Linz 3:6
- 99ers - Dornbirn 6:2
Fotoserie
Zum Thema
Fakten zum KAC-Spiel
KAC - HC Innsbruck 4:2 (0:0,2:2,2:0).
Klagenfurt, 4.560, SR Kellner, Sporer.
Tore:
Furey (28., 42./PP), Pirmann (38.), Lundmark (60./EN) bzw. Lemieux (21., 32./PP).
Strafminuten:
6 bzw. 14
Fakten zum VSV-Spiel
Villacher SV - EHC Linz 3:6 (2:1,1:1,0:4).
Villacher Stadthalle, 4.200, SR Berneker/Graber.
Tore:
Hughes (9.), Ryan (10.), Wiedergut (38.) bzw. Hisey (15., 60./EN), Hedlund (34.), Irmen (42.), Ouellette (46.), Leahy (54.).
Strafminuten:
14 bzw. 22.














