Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 14:00 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Home » Sport » Eishockey » VSV
Starker Starkbaum Nummer 1 im Eishockey-WM-Team Analyse zu den gestarteten Play-offs Voriger Artikel Aktuelle Artikel: VSV Nächster Artikel Starker Starkbaum Nummer 1 im Eishockey-WM-Team Analyse zu den gestarteten Play-offs
Zuletzt aktualisiert: 20.10.2012 um 05:10 UhrKommentare

Eine kleine Hochzeit ist ihr größter Luxus

Heather Morford (25) ist die Verlobte des Villacher NHL-Stars Michael Grabner. Die US-Amerikanerin erteilt jedoch als Spielerfrau alteingesessenen Vorurteilen eine Absage. Birgit Kainer war zu Besuch bei den Grabners in Villach.

Michi, der kleine Aidan Johann, Heather und Hund Buddy

Foto © Kleine Zeitung/Markus TraussnigMichi, der kleine Aidan Johann, Heather und Hund Buddy

So manches Klischee ist so alt wie die Welt – und hält sich dennoch hartnäckig. Was die Gattung der sogenannten Spielerfrauen betrifft, ist die Ansicht des oberflächlichen, zumeist modelnden, Geld verprassenden Beiwerks irgendwie in den Köpfen eingebrannt. Und Prototypen wie Claudia Effenberg oder Victoria Beckham waren eifrig bemüht, diesem Vorurteil auch Beständigkeit zu verleihen. In Fußballerkreisen zumindest.

Doch wie verhält es sich mit der Partnerin eines NHL-Stars, einem, der seit seinem Engagement bei den New York Islanders rund 15 Millionen Dollar, aufgeteilt auf fünf Jahre, einsackt? Vorweg: völlig anders. Seit Michael Grabner aufgrund des NHL-Lockout beim VSV dem Puck nachjagt, ist wieder Leben in die gewöhnliche Eigentumswohnung unweit der Villacher Eishalle eingezogen. "Grabse", Sohn Aidan Johann, Hund "Buddy" und Grabners Verlobte Heather bilden die austro-amerikanische Vorzeigefamilie mit dem unvermeidlichen Starappeal. Aber gerade von Allüren halten die Vier so gut wie nichts. "Ich bin etwas schüchtern und total aufgeregt", offeriert die 25-jährige Heather gleich zur Begrüßung.

Hausfrau und Mutter

Sie trägt ganz leger Jeans, einen schwarzen Pulli, Socken. Man sucht sie vergebens, die halsbrecherischen High Heels und offen zur Schau getragenen Designerklamotten. "All das brauche ich nicht wirklich." Obwohl sie ein Faible zugibt: Taschen von Louis Vuitton. Das war's dann auch schon wieder mit Exklusivität. Schließlich bestehe ihr Job hauptsächlich darin, für den 19 Monate alten Aidan da zu sein und ihn "zu einem respektvollen Menschen, der nicht glaubt, etwas Besseres zu sein" zu erziehen. Und Michael so weit es geht den Rücken frei zu halten, wenn es nötig ist, auch Übersiedlungsmanagerin zu spielen. "Früher war das oft stressig und mühsam. Michael musste oft schnell irgendwo hin und ich dann eben alles hinterherkarren. Mit dem langfristigen Islanders-Vertrag ist es entspannter geworden." Nicht einmal eine Reinigungskraft kommt den beiden ins Haus, weder in Villach noch in New York. "Ich habe Zeit und beschäftige ich mich auch gern damit", gibt Heather unumwunden zu. Daher komme es durchwegs vor, dass sie während einer Auswärtspartie der Islanders vor dem Fernseher das Bügeleisen schwinge, so wie jede andere Frau eben auch.

"Die Leute sagen oft, mein Leben müsse das Tollste sein, das man sich vorstellen kann. Das ist Quatsch. Wir leben völlig normal und unspektakulär." Und es gäbe auch Schattenseiten. Die Familie ist weit weg, oft sei man völlig alleine außerdem könne sich nirgends richtig niederlassen. "Ich habe mich daran gewöhnt, liebe mein Leben auch, aber es ist sicher nicht Jedermanns Sache", so die Amerikanerin. Geboren und groß geworden ist Heather in Spokane, im Osten des US-Staates Washington. Mit ihren zwei Brüdern und zwei Schwestern wuchs die hübsche Blondine bei ihren Großeltern auf. "Ich vermisse sie sehr, aber zum Glück gibt's Skype. Spokane ist vergleichbar mit Villach, etwas größer vielleicht." Aber gerade deshalb habe sie an der Draustadt einen Narren gefressen. "Das ist Heimat für mich und nach Michaels Karriere möchten wir auch hier leben." Dafür wird auch schon eifrig Deutsch gepaukt, Sohn Aidan wird ohnehin zweisprachig erzogen. Es falle ihr eigentlich ganz leicht, die Fifth Avenue mit dem Atrio-Einkaufszentrum zu tauschen, familientauglicher sei das ganze obendrein noch. "Wir brauchen keinen Trubel, verbringen die meiste Zeit zu Hause, kochen dann oft gemeinsam."

Kennengelernt haben sich die beiden übrigens schon vor sieben Jahren über gemeinsame Freunde, damals spielte "Grabse" in der US-Juniorenliga bei den Spokane Chiefs. Im letzten Jahr folgte die Verlobung. Der Antrag fiel für den Hockey-Star, der sich selbst als Anti-Romantiker bezeichnet, durchaus kreativ aus. Den mächtigen Hochkaräter servierte er seiner "zweiten Hälfte" um Spargel geschlungen zum Abendessen. Die Hochzeit? Datum gäbe es noch keines, aber es soll eine kleine Hochzeit werden, nur mit den Familien und den engsten Freunden – denn das sei der einzig wahre Luxus.

Links zum Thema

BIRGIT KAINER

Foto

Foto © KK/Privat

Bild vergrößernDer Verlobungsring steckte auf dem SpargelFoto © KK/Privat

KLEINE.tv

Viveiros: "WM-Ziel ist das Viertelfinale"

Für die Eishockey A-WM, die am 3. Mai in Helsinki beginnt, hat sich Öste...Bewertet mit 4 Sternen

 


Die besten Eishockey-Fotos

Eishockey-WM: Österreich unterliegt Russland 

Eishockey-WM: Österreich unterliegt Russland

 

Nationalliga 2012/2013

 

Erste Bank Young Stars League

 

Eiskalt - der Eishockey-Blog

Kleine Zeitung-Sportredakteure schreiben große News über kleine Scheiben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang