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Zuletzt aktualisiert: 08.08.2012 um 19:07 UhrKommentare

Wie fit ist Eishockey im Sommer?

Am Mittwoch war offizieller Saisonstart beim VSV. Trainer Hannu Järvenpää "befahl" in der Villacher Stadthalle die ersten Übungen auf dem Eis.

Trainer Hannu Järvenpää stellte sich den Spielern vor

Foto © GEPATrainer Hannu Järvenpää stellte sich den Spielern vor

Der Sommer ist nur für die Sonnenanbeter unter den Villacher Eishockeyspielern vorüber. Schon beim Betreten der Stadthalle schlägt einem eine kühle Brise entgegen. Aber das Plexiglas, welches den Eisrink begrenzt, ist selbst noch unschlüssig und bringt den Unmut über die Temperaturunterschiede mit beschlagenen Scheiben zum Ausdruck.

Seit zwei Wochen stehen einige der heimischen VSV-Cracks wieder auf ihrem gewohnten Untergrund, der drei Zentimeter Eisdicke aufweist. Beim ersten offiziellen Eistraining war die Eingewöhnungsphase deshalb nur eine kurze. Der neue Trainer Hannu Järvenpää ließ die Spieler ein paar Minuten alleine übers Eis kurven, doch um 12.37 Uhr wurde es ernst in der Tiroler Straße 47. Nachdem ein adäquater Platz für die Taktiktafel gefunden wurde, zeichnete der Finne die ersten Übungen auf.

Englische Befehle

Die Instruktionen erfolgten auf Englisch. "Die Eishockey-Familie ist eine große und Englisch ist die beste Sprache dafür", sagte Järvenpää grinsend. Im nächsten Augenblick stellte er aber klar, dass er an der Verbesserung seines Deutsch arbeiten möchte. "Aufgrund der Legionäre werden wir beim VSV jedoch bei der internationalen Variante bleiben." Mit dem ersten Pfiff wurde der Gesichtsausdruck der Spieler ernst. Jeder wollte beim neuen Chef natürlich den besten Eindruck hinterlassen. Die Übungen wurden mit höchster Geschwindigkeit ausgeführt. "Taktik folgt erst später. In erster Linie konzentrierten wir uns auf die Basis. Aber ich habe bereits gesehen, dass die Pässe genau, die Schüsse scharf und die Spieler sehr beweglich sind", analysierte Järvenpää. Vor allem Letzteres ist wohl auf die beinharten Trainingseinheiten von Co-Trainer Marc Brown zurückzuführen.

Dieser legte das Augenmerk vor allem auf Kraft- und Ausdauertraining. "Mit den heimischen Cracks habe ich hart gearbeitet. Die Legionäre haben ihre eigenen Trainingspläne. Sie wissen aber genau, was zu tun ist, um jetzt in bester körperlicher Verfassung zu sein", so Brown. Während des Sommertrainings stand er regelmäßig im Kontakt mit Trainer Järvenpää, um von den Fortschritten zu berichten.

Hohe Intensität

Mit Fortdauer des Trainings verschärfte Hannu Järvenpää die Einheiten. Die Übungen nahmen an Komplexität zu. Doch die Cracks erschütterte dies nicht. Kleinere Fehler quittierte der Trainer mit einem Lächeln. Überhaupt strahlte Järvenpää große Ruhe und Gelassenheit aus. Mit drei gellenden Pfiffen beendete der Finne das Training.

Der neue Tormann Jean-Philippe Lamoureux verließ als Erster die Eisfläche. "Das Training macht viel Spaß. Alles ist perfekt organisiert und sehr professionell. Ich freu mich schon, mit Markus Kerschbaumer das ganze Jahr über zu arbeiten", so der Kanadier. Auch der VSV-Veteran Gerhard Unterluggauer ist begeistert: "Järvenpää macht das Training wirklich gut. Die Intensität war schon ganz ordentlich."

John Hughes, Derek Ryan und Thomas Höneckl waren beim ersten Training noch nicht dabei. Sie mussten Leistungstests über sich ergehen lassen.

MARTIN QUENDLER

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