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Zuletzt aktualisiert: 26.11.2011 um 23:43 UhrKommentare

Peintner & Craig - zwei, die keiner wollte

Markus Peintner und Mike Craig stießen erst spät zum VSV. Es waren Glücksgriffe. Am Sonntag wartet Schlusslicht Jesenice. Das Spiel ab 17:30 Uhr im Live-Ticker!

Mike Craig und Markus Peintner

Foto © GEPAMike Craig und Markus Peintner

Am 7. Oktober, nachdem Sand im Getriebe den VSV-Motor stottern ließ, feierte Peintner sein Comeback in Villach. Dort hatte der gebürtige Vorarlberger schon von 2005 bis 2009 gespielt. Monatelang wusste der 30-jährige nicht, ob er überhaupt seiner Arbeit nachgehen konnte. Peintner ist Eishockeyprofi. Zuletzt in Graz erhielt der bunte Vogel, dessen Markenzeichen der lange Bart ist, keinen Vertrag mehr. Egal, wo er von seinem Manager auch angeboten wurde, jeder Verein winkte ab. Der Grund? Das umstrittene Punktesystem. Ein Nationalspieler wie Peintner wird mit 3 oder 3,5 Punkte bewertet. Der 22 Mann-Kader darf insgesamt nur 60 Punkte kosten.

In der sportlichen Not erinnerte sich der VSV an den Mann mit den Kämpferqualitäten. Große Gehaltsforderungen konnte er da nicht stellen. Wie auch, schließlich war er froh, überhaupt spielen zu können. Heute ist Peintner Villachs bester Torschütze, obwohl er das erste Monat versäumt hatte. In den 15 Partien traf der Vorarlberger zehn Mal und sorgte für acht Assist. Dass er das Vertrauen des VSV mit Toren zurückzahlen konnte, freut ihm umso mehr. Was die Punkteregelung betrifft, gibt er sich cool: "Ich als Spieler kann das ohnehin nicht beeinflussen." Beeinflussen kann er seinen weiteren Karriereverlauf nur auf eine andere Art: Durch Tore und Vorlagen.

"Zu alt" für den KAC

Auch Mike Craig war nicht gefragt. Vier Jahre spielte er in Klagenfurt, schoss für den KAC viele und vor allem wichtige Treffer. "Zu alt", beschieden die Rotjacken dem 40-jährigen Kanadier. Der wollte weiter Eishockey spielen und machte sich nach einem Anruf des VSV sofort auf nach Europa. In der blau-weißen Chefetage hat noch keiner dass durchaus nicht unumstrittene Engagement des Kanadiers bereut. Im Gegenteil: Craig erwies sich als die erwartete Verstärkung, was auch durch die Statistik untermauert wird. Craig machte bisher elf Spiele für die Draustädter und hält bei elf Punkten. Die setzten sich aus sechs Toren (zwei Freitag beim 5:0 gegen Graz) und fünf Assist zusammen. Wer den ehrgeizigen Kanadier kennt, der weiß: dabei wird es nicht bleiben. Schon am Sonntag gegen Schlusslicht Jesenice kann sich der VSV weiter ans Mittelfeld heranpirschen. Natürlich unter Mithilfe von Peinter und Craig - zwei Spieler, die keiner wollte.

HEINZ TRASCHITZGER

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