Entfesseltes Finish - VSV in Jesenice nach 0:3 noch 5:3
Der VSV bleibt das beste Team des neuen Jahres. Die Villacher feierten in Jesenice einen 5:3 (0:2,1:1,4:0)-Erfolg und damit den achten Sieg in den jüngsten neun Spielen.

Foto © GEPADerek Damon
Der Trennungsschmerz von Josh Langfeld dauerte 37 Minuten und 30 Sekunden. Dann hatten Michael Raffl und Derek Damon den Abschied von ihrem Sturmpartner überwunden. Weil sich Jesenice zuvor nicht an den Trauerfeierlichkeiten beteiligt hatte, stand es da schon 3:0. Mitja Robar (6.) Marc Cavosie (12.) und Toni Dahlman (26.) hatten die Gastgeber scheinbar komfortabel in Führung geschossen. Bei den Treffern zwei und drei war lautes Schnarchen aus der VSV-Verteidigung zu vernehmen. Wie überhaupt die Adler die erste Spielhälfte verschliefen. Als erster wachte Michael Raffl auf, der spektakulär auf 1:3 (38.) aus Sicht der Villacher verkürzte.
Das späte Tor und die zweite Pause danach weckten auch die restlichen Adler auf, die wie verwandelt aus der Kabine kamen: Genau 41 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, als es plötzlich nur noch 2:3 stand. Damon hatte die Jesenice-Cracks und gleich dazu Goalie Michael Fikrt völlig überrumpelt. Die verrückte Galavorstellung der beiden Langfeld-"Hinterbliebenen" ging aber noch weiter: Damon scorte sieben Minuten später zum 3:3 (48.).
Der VSV ließ sich auch von einer Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Greg Kuznik nicht beirren, überstand eine fünfminütige Unterzahl und legte dann nach. Michael Raffl brachte mit seinem zweiten Treffer des Abends die Blau-Weißen 69 Sekunden (!) vor Spielende erstmals in Führung, die ungläubigen Gastgeber durften dabei eine bescheidene Statistenrolle einnehmen. Jesenice-Coach Heikki Mälkiä nahm wenige Sekunden später Goalie Fikrt vom Eis und versuchte zu retten, was zu retten war. Vergebens: 14 Sekunden vor Ende der Partie traf Derek Damon zum Hattrick ins leere Tor und versetzte die mitgereisten Fans in Extase.
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Ergebnis:
HK Jesenice - EC VSV 3:5 (2:0,1:1,0:4)
Jesenice, Dvorana Podmezakla, 2.842, SR Gebei
Tore: Robar (7.)
Cavosie (12.)
Dahlman (26.)
bzw. Raffl (38., 59.)
Damon (41., 48.,
60./EN)
Strafminuten: 10 bzw. 17 plus 10 Martin plus Spieldauer Kuznik














