Talent, viel Schweiß und Knochenbrüche
VSV-Talent Michael Raffl ist nach seinem "Triplepack" gegen Laibach in aller Munde - Bruder als Vorbild.

Foto © GEPAMichael Raffl
Ein "Rohdiamant" als Kanonier - mit seinem ersten Karriere-Hattrick lieferte VSV-Jungstar Michael Raffl beim 3:2-Overtime-Sieg gegen Laibach zum wiederholten Mal den Beweis für sein großes Können. Dass es sich beim 21-Jährigen um eines der hoffnungsvollsten Eishockey-Talente Österreichs handelt, ist klar. In der Liga-Torschützenliste liegt der Sohn von VSV-Legende Peter Raffl als bester Österreicher mit 19 Treffern auf Platz sechs, und das, obwohl er den gesamten Oktober wegen eines Kieferbruchs passen musste. Geht es nach dem Torschnitt, steht nur Laibachs Frank Banham (0,72 Tore pro Spiel) über dem Villacher (0,68). Die Frage, wer es von den U24-Cracks am öftesten krachen ließ, erübrigt sich.
"Michael ist sehr talentiert, schnell, enorm torgefährlich und schwer auszurechnen", findet VSV-Trainer Johan Strömwall lobende Worte. Nur in der Defensivarbeit sieht der Coach noch Luft nach oben. Michaels Vorbild ist Bruder Thomas, der im Sommer den Sprung zu Lulea in die schwedische Eliteserie schaffte. Von ihm lernte der jüngste Raffl, dass es auch konsequenter Arbeit bedarf, um sich weiterzuentwickeln.
Wohin geht der Weg?
Eben dieser Weiterentwicklung konnten selbst drei schwere Verletzungen (Brüche von Schulterblatt, Schlüsselbein und Kiefer) in den vergangenen 17 Monaten keinen Abbruch tun, maximal ein wenig verzögern. "Ohne Verletzungen hätte er noch früher das jetzige Niveau erreicht", betont Strömwall.
Wie es mit der Karriereplanung weitergeht, ist derzeit offen. "Ich bin mir sicher, dass Michael den großen Sprung schafft. Er muss nur geduldig auf den richtigen Moment warten. Zuerst sollte er sich noch ein, zwei Jahre bei uns festigen", betont VSV-Boss Giuseppe Mion. Auch Strömwall traut seinem Schützling auf kurz oder lang den Sprung in eine europäische Topliga oder gar nach Übersee zu.
ANDREAS JANDL













