Beim jüngsten Treffen in New York Anfang Februar soll IOC-Präsident Thomas Bach dafür in Form von finanziellen Zusagen gesorgt haben, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Bisher hatte sich das IOC offenbar geweigert, wie in der Vergangenheit erneut die Reise- und Versicherungskosten der Spieler an die NHL zu bezahlen. Zwar hatte der Eishockey-Weltverband (IIHF) bereits versichert, den NHL-Teambesitzern zehn Millionen Dollar für die Abstellung der hochdotierten Stars zu bezahlen. Allerdings hätte das zu geringeren Ausschüttungen an die nationalen Verbände und damit im Endeffekt zu geringeren Fördermitteln geführt. Dies wollte die NHL, die Jahr für Jahr die weltweit besten Talente rekrutiert, auch nicht.

Nun soll Bach persönlich die Botschaft überbracht haben, dass das IOC weiterhin finanziell voll hinter dem Projekt steht. Die Zuversicht ist so groß, dass nach der Runde in New York keine Deadline mehr gesetzt wurde, bis zu der eine Entscheidung vorliegen muss.

Aktuell verhandelt nur noch die NHL mit der Spielergewerkschaft NHLPA über eine erneute Saisonpause 2018. Eine Einigung binnen der kommenden vier Wochen wird allein deshalb erwartet, weil der Spielplan für 2017/2018 ausgearbeitet werden muss.

Problematisch bei der abschließenden Klärung zwischen der Liga und der Gewerkschaft ist allerdings, dass es um Macht geht. Der aktuell gültige Kollektivvertrag, der neben anderen Belangen vor allem den Verdienst der Spieler regelt, läuft zwischen den Spielen 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking aus. Die NHLPA verhandelt für gewöhnlich knallhart zugunsten der Profis, was in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer wieder zu monatelangen Pausen im Spielbetrieb ("Lockout") und 2004/05 sogar zum Ausfall einer ganzen Saison geführt hatte.