Lebler kommt mit Matchstrafe davon
Gregor Hager fällt wohl für drei bis vier Wochen aus. Diagnose: Schwere Gehirnerschütterung und ein verlorener Zahn. Der Linzer Brian Lebler wurde nach dem Check "nur" für ein Spiel gesperrt.

Foto © GEPAGregor Hager musste ins UKH
Den 4200 Fans in der Klagenfurter Stadthalle stockte am Sonntag in der 36. Minute der Partie KAC gegen Linz der Atem: Gregor Hager blieb nach einem Check von Brian Lebler verletzt am Eis liegen, musste minutenlang behandelt und ins UKH gebracht werden. Diagnose: Schwere Gehirnerschütterung und ein verlorener Zahn. Hager durfte zwar noch am Sonntag abend das Krankenhaus wieder verlassen, wird aber laut Trainer Christian Weber mindestens drei bis vier Wochen ausfallen.
Der Strafsenat, besser gesagt das neu geschaffene "Departments of Players Safety" (DOPS), hat Leblers Check, der dafür eine Matchstrafe ausfasste, gestern genau unter die Lupe genommen. Das Urteil: Lebler entgeht "aus Mangel an Beweisen" einer längeren Sperre und muss "nur" – bei Matchstrafen das automatische Ausmaß – ein Spiel zuschauen. "Es ist nicht zweifelsfrei zu erkennen, ob es ein Check gegen den Kopf und Nackenbereich war", heißt es im DOPS-Bericht. Weber: "Ich habe das Foul nicht gesehen und will Lebler auch keine Absicht unterstellen. Für mich ist er kein schmutziger Spieler." Allerdings ist der 24-Jährige kein unbeschriebenes Blatt. In der Vorsaison brach er dem Laibacher Jan Hocevar nach einem Check das Kiefer und wurde für sieben Spiele gesperrt.
"Risiko in Kauf genommen"
KAC-Vize Hellmuth Reichel hätte sich eine höhere Sperre gewünscht, wenngleich er Lebler ebenfalls keine Absicht unterstelle: "Aber er hat das Risiko in Kauf genommen, jemanden zu verletzen. Lebler bedauert den Vorfall: "Ich wollte Hager nicht verletzen. Wir sind unglücklich zusammengestoßen." Hager geht es laut Weber "den Umständen entsprechend gut." So klage er über große Kopfschmerzen, besonders bei Licht. "Er braucht absolute Ruhe und darf sich nur in abgedunkelten Räumen aufhalten."














