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    Eishockey-Spieler im Eiskübel-Fieber Ryan geht nach Schweden, Lammers kommt Voriger Artikel Aktuelle Artikel: KAC Nächster Artikel Eishockey-Spieler im Eiskübel-Fieber Ryan geht nach Schweden, Lammers kommt
    Zuletzt aktualisiert: 02.04.2012 um 14:57 UhrKommentare

    Linz nach verdientem Meister-Titel im Freudentaumel

    Die Erste Bank Eishockey-Liga 2011/12 ist Geschichte. Die Black Wings Linz kürten sich mit einem 3:1-Heimsieg über Rekordchampion KAC zum zweiten Mal nach 2003 zum österreichischen Eishockey-Meister.

    Jubel bei den Black Wings aus Linz

    Foto © ReutersJubel bei den Black Wings aus Linz

    Die im vergangenen September noch als Außenseiter gehandelten Oberösterreicher krönten mit Saisonsieg Nummer 47 ihre Leistung und sicherten sich die Finalserie vorzeitig mit 4:1. Eines der Erfolgsgeheimnisse war wohl die Verpflichtung des kanadischen Trainers Rob Daum. "Der war sicher ein Glücksgriff, und ich hoffe, er unterschreibt mir einen Vertrag, dass er die nächsten fünf bis zehn Jahre da bleibt", meinte ein glücklicher Black-Wings-Manager Christan Perthaler nach dem Spiel. Der 54-jährige Daum formte mit Perthaler und einem Budget von nur 3,3 Mio. Euro rasch eine funktionierende Einheit.

    Daum steht für akribische und solide Arbeit, nicht umsonst wird er "Professor" genannt. "Es war wirklich eine Traumsaison für uns. Ich glaube, niemand hat zu Beginn der Saison erwartet, dass wir das erreichen könnten", betonte Daum und gab alle Gratulationen an seine Mannschaft weiter. "Aller Respekt gebührt den Spielern, sie haben extrem hart gearbeitet." Das Geheimnis sei eine Kombination aus einer soliden Abwehr, aber auch einer guten Offensive gewesen. Ausdrücklich bedankte sich Daum bei den Fans, die er "so noch nirgendwo" erlebt hat. "Sie haben unsere Mannschaft auch in schlechten Phasen unterstützt, wenn andere Teams auf die eigene Mannschaft losgehen." Und gerade diese Fans und diese Euphorie sollen nun auch in Linz genützt werden. Manager Perthaler möchte sich mit politischen Entscheidungsträgern zusammensetzen und über eine Vergrößerung diskutieren. "Wir müssen mit der Stadt reden, es muss etwas passieren. Linz ist eine Eishockey-Stadt geworden. Mein Telefon läutet 24 Stunden durch, wir hätten heute mindestens 10.000 Karten verkaufen können", hofft er auf Förderungen.

    "Das ist ein Wahnsinnsgefühl"

    Auch Gregor Baumgartner, der am Sonntag 1,7 Sekunden vor Spielende für das letzte Tor der langen EBEL-Saison gesorgt hatte und letzte Zweifler im Linz-Lager aufjubeln ließ, registrierte "eine Rieseneuphorie in Linz in den vergangenen Wochen" und freute sich: "Wir haben in den vergangenen Jahren Höhen und Tiefen durchgemacht. Wir waren einmal im Finale und sind als Verlierer vom Eis gegangen, das war sehr bitter. Heuer als Sieger dazustehen, ist ein Wahnsinnsgefühl." Ein Gefühl, das er und seine Kollegen am Mittwoch (ab 17.00 Uhr) auf dem Linzer Hauptplatz voll auskosten werden, wenn ihnen Tausende Fans noch einmal für den Erfolg danken werden. Vielleicht hat auch Linz-Co-Trainer Mark Szücs den Titel dann schon realisiert. "Ich bin noch immer nicht auf den Boden zurückgekehrt. Diese Mannschaft hat so hart gearbeitet von August bis jetzt, es war eine unglaublich ehrliche Arbeit auf dem Eis", schwärmte der 35-Jährige.

    Im Lager des KAC herrschte freilich Katzenjammer. Auf der weiten Heimfahrt nach Kärnten machte sich die Enttäuschung breit. Zu gern hätte der österreichische Rekordmeister seine "Mission 30" erfüllt und den runden Titel gefeiert. "Ich bin mehr als enttäuscht, zumal wir in diesem fünften Spiel sehr gut gespielt haben", gab sich KAC-Trainer Christian Weber frustriert und ergänzte wehmütig: "Im zweiten Drittel haben wir zwei Fehler gemacht, die Linz eiskalt genutzt hat." Dennoch kann auch der Schweizer Coach, der ebenfalls wie sein Pendant Rob Daum zu Saisonbeginn gekommen war, stolz auf sein Team sein. Immerhin hat der KAC Serien-Meister Salzburg aus dem Play-off geworfen. Zufrieden bilanzierte auch ÖEHV-Präsident Dieter Kalt die Saison: "Es war ein sehr gutes Finale, das am Ende mit Linz einen würdigen Sieger hat. Fairplay wurde in diesem Play-off groß geschrieben. Die Spieler können stolz darauf sein, was sie in dieser Saison geleistet haben."


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