Herzblut, gut und schön
...aber das alleine ist für den KAC zu wenig. Die Black Wings Linz sind klar besser. Eine Analyse von Peter Znenahlik.

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In diesem vierten Finalspiel war erstmals ein eklatanter Klassenunterschied zu erkennen. Die Niederlage, noch dazu vor eigenem Publikum, hat den Klagenfurtern sehr, sehr wehgetan. Der KAC kämpfte mit untauglichen Mitteln. Die Klagenfurter Buben sind mit so viel Herzblut bei der Sache und versuchen, gewisse Defizite mit Kampfgeist wettzumachen. Das reicht gegen diese Linzer aber nicht. Die Oberösterreicher lesen das Spiel besser, reagieren schneller und treffen immer die richtigen Entscheidungen. Das ist ein Zeichen von Routine und Klasse. Mir gefällt, wie Linz spielt. Den Meistersekt sollte die Truppe von Trainer Rob Daum aber noch nicht einkühlen, das ist noch nie gut gegangen, auch wenn Linz diese Serie voll im Griff hat.
In Linz muss der KAC einfacher spielen. Die Null muss so lange wie möglich stehen. Das wird auch an KAC-Goalie Chiodo liegen, der von souveränen Auftritten weit entfernt ist. Ein, zwei tolle Saves sind zu wenig, wenn dann ein Schuss im kurzen Eck einschlägt. Will der KAC gewinnen, dürfen die Linzer nicht mehr als zwei Tore erzielen. Der Schlüssel lautet nicht, ein Tor mehr zu schießen als der Gegner, sondern eines weniger zu bekommen. Im eigenen Drittel spielt die Musik. Das beweisen die Linzer in jedem Spiel.
Der KAC ist übrigens nicht deshalb im Rückstand, weil er schlechter spielt als gegen Salzburg oder Zagreb. Die Linzer sind einfach besser als die bisherigen Play-off-Gegner.
Peter Znenahlik (48) ist Ex-Profi, Trainer, 93-facher Nationalspieler und TV-Analytiker















