KAC-Fans geben niemals auf
Sonntag, 16.15 Uhr, Schauplatz Klagenfurter Stadthalle. Hunderte Menschen tänzeln von einem Fuß zum anderen. Sie alle warten auf den Einlass zum zweiten Finalspiel ihres KAC gegen Linz. Die Pforten öffnen. Eineinhalb Stunden vor Spielbeginn ist der Kampf um die besten Stehplätze eröffnet. Ist die letzte Hürde namens Drehkreuz passiert, geht es im Laufschritt um die besten Plätze. Die Ränge füllen sich. Die Stimmung ist locker und gelöst. Auch im VIP-Klub, der langsam aber sicher aus allen Nähten platzt.
Adrenalin fließt eine Etage tiefer. In den Stadthallen-Katakomben bereiten sich die Cracks auf das Spiel vor. Die Spieler sind fokussiert, werfen kurze Blicke in die Halle und saugen die Atmosphäre auf.
Kurz nach 17 Uhr kommen die Teams zum Aufwärmen aufs Eis. "Wer nicht hüpft, der ist ein Sitzer", schallt es durch die Halle. Die Gäste aus Linz empfängt ein Pfeifkonzert.
Ohrenbetäubend laut wird es kurz vor Spielbeginn. Die KAC-Stars laufen zwischen meterhohen Feuersäulen auf das Eis. Die Halle kocht, die Stimmung brodelt. Ruhig wird es nur, als die Bundeshymne erklingt. Die Gänsehaut ist da.
Los geht's: Die Tribünen wackeln. Die KAC-Fanklubs Stiege 19, Vikings und die Red White Dragons brüllen sich die Seele aus dem Leib: "Hier regiert der KAC". Jeder Spielzug wird mitgelebt und kommentiert. Auch wenn er mangels Sicht nicht von jedermann so genau verfolgt werden kann. Bei Chancen der Rotjacken sind 4700 Menschen aus dem Häuschen, bei Möglichkeiten der Linzer die restlichen 300. Eben jener Minderheit wachsen zuerst Flügel. 1:0 für die Oberösterreicher. "Linzer, Linzer", skandiert die Black-Wings-Fan-Gruppe, "Ausgleich, Ausgleich", die rot-weiße Übermacht. Gesagt, getan. Der Treffer von Tyler Spurgeon verwandelt die Halle in ein Tollhaus, wildfremde Personen liegen sich in den Armen. Selbst der nächste Dämpfer bringt das Publikum nicht ins Wanken. Da und dort wird über die bereits als fix angesehene Meisterfeier diskutiert. Das ist Selbstvertrauen.
Einige Wellentäler, ein weiteres Gegentor und nur einen KAC-Treffer später ist die Niederlage besiegelt. "Linzer, Linzer", dröhnt es erneut aus dem Gästesektor. Aber auch die enttäuschten KAC-Fans schreien weiter für ihre Lieblinge. In der Hoffnung, dass es im nächsten Spiel wieder Grund zum Jubeln geben wird.
ANDREAS JANDL
Features
Fotoserie
Ergebnis:
KAC - Black Wings Linz 2:3 (1:2,0:0,1:1)
Klagenfurter Stadthalle, 5.100 (ausverkauft), SR Trilar/Veit
Tore: Spurgeon (15.), Kalt (57./PP) bzw. Lebler (11./PP), Baumgartner (17.), Irmen (48.)
Strafminuten: 4 bzw. 10
Stand in der Serie: 1:1
Nächstes Spiel am Dienstag in Linz (20.15 Uhr/live ServusTV).















