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Zuletzt aktualisiert: 23.02.2012 um 14:57 UhrKommentare

Eishalle wird zum Spielball der Politiker

Neuer Streit zwischen FPK und SPÖ: Die Blauen lassen die Sparversion ausfeilen, die Roten laden heute Vormittag zum großen Eishallen-Gipfel.

Foto © KK

An der Eishalle entzündet sich erneut der Polit-Streit zwischen den Klagenfurter Ex-Partnern SPÖ und FPK. Wie berichtet, brachte Bürgermeister Christian Scheider (FPK) eine Sparvariante - also einen Um- beziehungsweise Neubau am bestehenden Eishallenstandort - ins Spiel. Davon will die SPÖ allerdings nichts wissen.

Eishallen-Gipfel

"Es gibt einen gültigen Stadtsenatsbeschluss für die Projektierung eines Eissportzentrums mit Bundesleistungszentrum. Dafür wurden von der Stadt 52.000 Euro und vom Land 28.000 Euro bereitgestellt. Der Bürgermeister kann es sich in einem Sologang doch nicht einfach anders überlegen", wettert der rote Sportstadtrat Jürgen Pfeiler. Um "wieder Struktur in die Sache zu bringen", lädt er den KAC, die Kärntner Messen, den Architekten Harald Omansiek, den Eishockeyverband und den Bürgermeister Donnerstag Vormittag zu einem Eishallen-Gipfel. Er wolle allen in Erinnerung rufen, dass man die Projektierung abschließen müsse, um endlich beim Bund um Förderungen anzusuchen. Klagenfurt habe aufgrund seines Eishockeynachwuchses gute Chancen, Salzburg und Wien im Rennen um das Bundesleistungszentrum abzuhängen, so Pfeiler. Gelinge dies, würde der Bund sowohl die Errichtung als auch den laufenden Betrieb mitfinanzieren. Die Stadt würde also Geld sparen.

Genau das bezweifelt die FPK. "Das Land ist bei den Folgekosten für das Bundesleistungszentrum nicht dabei", so Scheider. Am Gipfel am Donnerstag will er nicht teilnehmen: "Derzeit gibt es nichts zu reden." Die Messen hätten den Auftrag die Sparvariante komplett zu kalkulieren, damit man die beiden Projekte und ihre Folgekosten vergleichen könne. Dies bestätigt Messe-Chef Erich Hallegger. In einem Monat werde das Ergebnis vorliegen. Inzwischen, appelliert er, möge die Politik einen Konsens suchen.

Dafür schaut es schlecht aus. Denn während FPK und Grüne die Sparvariante favorisieren, stellt sich die SPÖ dagegen. Die ÖVP könnte das Zünglein an der Waage sein. Sie sei aber nur dann für die Sparvariante, wenn ein vorheriger Kassensturz ergebe, dass man sich diese leisten könne, so Stadtrat Peter Steinkellner.

BETTINA AUER

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