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Joey Kirisits: Jetzt schlug das Schicksal ein zweites Mal zu So zählt der KAC die Stunden herunter Voriger Artikel Aktuelle Artikel: KAC Nächster Artikel Joey Kirisits: Jetzt schlug das Schicksal ein zweites Mal zu So zählt der KAC die Stunden herunter
Zuletzt aktualisiert: 24.01.2012 um 16:15 UhrKommentare

Der KAC und seine Jungschar

Dem Nachwuchs eine Chance! Beim 6:4 gegen Salzburg zeigten die jungen Rotjacken keine schlechten Ansätze. Am Dienstag geht es gegen Zagreb. Alle Spiele bei uns live im EBEL-Ticker!

Nikolaus Holzer

Foto © GEPANikolaus Holzer

Aus der (personellen) Not machte Manny Viveiros am Sonntag eine Tugend. Der KAC-Trainer war zuletzt immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert worden, selbst in Spielen gegen vermeintlich schwächere Gegner den Nachwuchskräften nicht die nötige Eiszeit zu gewähren. "Die bekommen ja Schwielen am Hintern vom Sitzen", kritisierte zuletzt häufig ein engagierter KAC-Fan. Selbst Hellmuth Reichel, der sportliche Leiter, bemängelte: "Manny ist oft zu ergebnisorientiert, will einfach nicht verlieren."

Gegen Salzburg war alles anders. Gezwungenermaßen, denn mit Mike Siklenka, Herbert Ratz, Johannes Kirisits, Gregor Hager, Dieter Kalt, Tyler Spurgeon und Stefan Geier standen gleich sieben Mann hoch wegen Verletzungen bzw. Krankheit nicht zur Verfügung. Viveiros setzte daraufhin ein halbes Dutzend Nachwuchsspieler auf den Spielbericht: Stefan Schumnig (geboren am 27. Februar 1991), Maximillian Isopp (5. Februar 1990), Nikolaus Holzer (5. Dezember 1990), Thomas Meinhardt (14. Juni 1991), Lucas Hernegger (6. Dezember 1989) und Lukas Titze (15. Juli 1992) kamen phasenweise zum Einsatz und machten ihre Sache gegen die routinierten Salzburger gar nicht so schlecht.

Erstes Meisterschaftstor

Dem "kleinen" Schumnig gelang sogar sein erstes Meisterschaftstor. Meinhardt, der kurz in Kanada spielte und zuletzt beim VSV gemeldet war, wurde immerhin ein Scorerpunkt zugeschrieben. Dabei hieß es noch vor Kurzem, dass die Qualität in der eigenen U20-Mannschaft zu wünschen übrig ließe. Ist der rot-weiße Nachwuchs also doch besser als sein Ruf oder benötigt er nur die notwendige Spielpraxis? Reichel glaubt die Gründe für die Steigerung zu kennen: "Die Jungen haben in der Nationalliga viel dazugelernt", registrierte der sportliche Leiter des KAC Fortschritte. Das ließe sich auch bei den Resultaten ablesen: Am Beginn hätte das U20-Team noch zweistellig verloren, neuerdings wären die Niederlagen knapper. Für Reichel auch ein Verdienst des Nachwuchstrainers Christian Weber, der mit den Jungen, wie international üblich, auch bereits intensiv Taktik pauke.

Wie es ausschaut, wird ein Teil der Nachwuchskräfte auch gegen Zagreb in die Montur schlüpfen müssen. Denn: Von der Marodenliste dürfte nur Kirisits zu streichen sein.


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