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Ein NHL-Stürmer für die Rotjacken Noch ist nichts verloren für den KAC Voriger Artikel Aktuelle Artikel: KAC Nächster Artikel Ein NHL-Stürmer für die Rotjacken Noch ist nichts verloren für den KAC
Zuletzt aktualisiert: 22.01.2012 um 11:20 UhrKommentare

Koch ist sich selbst ein Rätsel

Warum spielt Thomas Koch (28) nicht mehr, wie Thomas Koch einmal gespielt hat? Der teure KAC-Star ist im Kleine-Interview auf der Suche nach Antworten. Die "Rotjacken" spielen ab 17:30 gegen Red Bull Salzburg - bei uns im Live-Ticker!

Thomas Koch

Foto © GEPAThomas Koch

Jener Thomas Koch, der im Vorjahr für Salzburg spielte, hat mit dem Thomas Koch des KAC nicht mehr viel zu tun. Haben Sie eine Erklärung?

Thomas Koch: Der Anfang war ja noch ganz okay. Es ist gut gelaufen, wir waren Erster. Auf einmal kam die Unsicherheit. Das nagt am Selbstvertrauen.

Aber ist es mit dem Eishockeyspielen nicht so, wie mit dem Rad- oder Schifahren. So etwas verlernt man doch nicht mehr?

Koch (lacht auf): Was genau los ist, weiß ich selbst nicht. Aber vieles ist neu. Ich bin dabei, mich anzupassen. Jeder sieht doch, wie hart ich daran arbeite.

Dauert dieses Anpassen für einen Spieler Ihres Kalibers nicht etwas lange?

Koch: Mag schon sein. Aber wir hatten auch viele Verletzte, die Linien wurden ständig durchgewechselt. Natürlich zählt im Endeffekt nur, was du auf dem Eis bringst. Ich will auch gar nicht nach Ausreden suchen, das bringt mich nicht weiter. Es ist einfach so, wie es derzeit ist.

Die "Salzburger Nachrichten" glauben, daran, wie Koch, Kalt und Siklenka im Vergleich zu ihren Salzburg-Zeiten nun beim KAC spielen, ließe sich der Klassenunterschied zwischen den Trainern Pierre Pagé und Manny Viveiros erkennen. Können Sie dem etwas abgewinnen?

Koch: Nein, kann ich nicht. Manny Viveiros ist ein großartiger Trainer, ich habe weder mit ihm als Person noch mit seinem System irgendein Problem.

Sie werden auch im Internet zum Beispiel als "Million-Dollar-Baby" verrissen ...

Koch (lächelt gequält): Solche Vergleiche sind mir ein bisschen zu banal. Dazu will ich nicht viel sagen.

... aber der KAC wird als Verlierer, der Stars kaufte und Budgetposten bekam, bezeichnet. Verstehen Sie die Fans, denen Sie für zu viel Geld zu wenig bringen?

Koch: Natürlich verstehe ich die Fans. Ich bin ihnen auch nicht böse. Das ist eine Phase, durch die ich jetzt durch muss. Jeder, der vom Sport eine Ahnung hat, weiß, dass man sich nicht immer und ausschließlich auf Top-Niveau bewegen kann.

Machen Sie sich Sorgen, nicht mehr auf jenen Level zu kommen, auf dem Sie jahrelang gespielt haben?

Koch: Wenn ich mich selbst hängen lassen würde, dann wäre das etwas anderes. Aber es ist ja keine Absicht dabei, dass mir im Moment weniger gelingt.

Ist in einem Spiel wie dem gegen Salzburg etwas anders? Möchte man sich da ganz besonders beweisen?

Koch: KAC gegen Salzburg ist in den letzten Jahren ein Klassiker geworden. Natürlich ist man da ganz besonders motiviert.

Noch schnell ein Wort zum Nationalteam und zur bevorstehenden WM?

Koch: Daran hab' ich noch nicht viel gedacht. Bis dahin haben wir noch ein paar Spiele zu erledigen. Aber wir haben eine junge, gute Mannschaft, können ohne Druck spielen.

INTERVIEW: GERALD POTOTSCHNIG

Thomas Koch

  • Geboren: 17. August 1983 in Klagenfurt
  • Eckdaten: Spielte schon mit 16 Jahren für den KAC in der Eishockey-Bundesliga. Von 2004 bis 2006 bei Lulea HF in der schwedischen Elite-Serie. Ab 2006 bei Red Bull Salzburg, seit 2011 wieder beim KAC (3-Jahres-Vertrag). Meister mit dem KAC 2000, 2001 und 2004. Mit Red Bull Salzburg zwischen 2007 und 2011 vier Mal Meister. Koch spielte über 100 Mal im österreichischen Nationalteam und wurde mehrfach zum "Spieler des Jahres" gewählt.

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