Pinter stoppte VSV-Aufholjagd & der KAC zog den Kürzeren
VSV-Dämpfer für einen "Top Sechs"-Rang: Caps siegten nach zwei Jahren wieder einmal in Villach mit 2:3. Rotjacken mussten sich den Linzern mit 2:4 geschlagen geben.
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Schade! Zwei Punkte wären "big points" im Kampf um einen Platz in den "Top Sechs" gewesen. Das geplante "Weihnachtsgeschenk" vermasselte allerdings ausgerechnet ein Villacher: Philipp Pinter, beim VSV "groß" geworden, schenkte im Finish den Wienern ihren ersten Sieg nach fünf erfolglosen Runden.
Beide gingen flott ans Werk, den Wienern merkte man die Niederlagenserie nicht an. Selbst als Mike Craig den VSV mit 1:0 in Führung brachte (5.), ließen die krisengeschüttelten Capitals nicht den Kopf hängen. Dan Björnlie schloss einen Pinter-Konter zum Ausgleich ab (8.). Die Adler bemühten sich, agierten aber zu umständlich.
Vienna kam frischer aus der Kabine. Der VSV fiel zurück, das Match verlor an Präzision, dennoch hätte Villach mit einem weiteren Treffer in die zweite Pause fahren können (Weller/28.). Im Schlussabschnitt gab's nur ein kurzes "Aufflackern". Nach einer VSV-Drangperiode netzte Gratton ein: 1:2 (44.). Das Stewart-Team bäumte sich auf, schlug durch Razingar zurück (54.), 134 Sekunden später nützte der Ex-Villacher Philipp Pinter ein Starkbaum-Missgeschick zum ersten Vienna-Sieg in Villach seit mehr als zwei Jahren.
Wren in Lauerstellung
Bob Wren wäre bereit, zum VSV zu wechseln, Bis 31. Dezember verfügt bekanntlich der frühere Capitals-Legionär und Craig-Partner bei den Towerstars in Ravensburg eine Ausstiegsklausel, die Villacher wollen sich bis Donnerstag entscheiden, ob sie Wren holen. "Wir haben zwar noch Alternativen, aber wenn die Finanzierung klappt, schnappen wir zu - wenn nicht, dann hätten wir ja noch bis Ende Jänner Zeit, einen anderen Legionär zu verpflichten", klärt Obmann Giuseppe Mion auf. Wren-Manager Peter Kasper: "Finanziell trennt uns nicht sehr viel."
Königreich für einen Knipser
Der letzte Weihnachtsfeiertag hätte auch ein Feiertag für den KAC werden sollen. So lautete der Plan vor dem Duell mit Tabellenführer Linz. Allein die Umsetzung blieb mangelhaft. Denn nach vier Siegen in Folge zogen die Rotjacken mit 2:4 den Kürzeren. Zu spät erwachten die Klagenfurter, zu harmlos blieben die Sturmreihen.
Die mit zehn Legionären und einem Austro-Kanadier angetretenen Linzer störten den KAC gekonnt im Spielaufbau und spielten blitzschnell und schnörkellos nach vorne. Dennoch war es Tyler Scofield, der die KAC-Führung am Schläger hatte, sein Penalty zischte am Tor vorbei (4.).
Wie es geht, zeigten die vor Selbstvertrauen strotzenden Linzer. Erst reagierte Gregor Baumgartner nach einem Abpraller am schnellsten, 70 Sekunden später entwischte Oberkofler der KAC-Verteidigung (8.). Zwischen den beiden Toren vergab Stefan Geier die Ausgleichschance. Die Klagenfurter kämpften und versuchten alles. Was fehlte: Genieblitze, Überraschungsmomente und das Quäntchen Glück. Ebenso ein Vollstrecker (vor allem unter den Legionären). Den Beleg lieferte das Powerplay. Zwölf Überzahl-Minuten blieben ungenützt. Im Schlussdrittel beorderte Trainer Manny Viveiros Thomas Hundertpfund von der Verteidigung anstelle von Jordan Morrisson in den vierten Sturm. Und eben Hundertpfund verkürzte auf 1:2 (43.). Aber nur 80 Sekunden später tanzte Rob Hisey durch die KAC-Verteidigung und traf zum 3:1. Markus Pirmann machte es schließlich noch einmal spannend (54.). Der KAC drückte, nahm Goalie Andy Chiodo fast drei Minuten vor dem Ende vom Eis und kassierte zwölf Sekunden vor Schluss das 2:4. Hisey schoss ins leere Tor.
Am Mittwoch wartet auf den KAC die lange Reise nach Znaim, wo das am 30. Oktober abgebrochene Spiel neu ausgetragen wird.
Features
Fotoserie
Ergebnisse:
VSV - Vienna Capitals 2:3 (1:1,0:0,1:2).
Villacher Stadthalle, 4.300, SR Falkner/Fussi.
Tore: Craig (5.), Razingar (54.) bzw. Björnlie (8.), Gratton (44.), Pinter (57.).
Strafminuten: 10 bzw. 14
EC KAC - EHC Liwest Linz 2:4 (0:2,0:0,2:2).
Klagenfurt, Stadthalle, 5.000 (ausverkauft), SR Berneker/Trilar.
Tore: Hundertpfund (43.), Pirmann (55.) bzw. Veideman (8./PP), Oberkofler (9.), Hisey (45., 60./EN).
Strafminuten: 6 bzw. 14.
















