Ein kleiner Mann spielt ganz groß auf
Raphael Herburger gilt beim KAC als der Aufsteiger schlechthin. Der 22-Jährige traf schon sieben Mal und leitete auch den Umschwung gegen Linz ein.

Foto © GEPARaphael Herburger (rechts) in Action
Keine Frage: Die Formkurve zeigt nach oben. Deshalb war es eine dienstliche Verpflichtung, die Manny Viveiros am Freitagabend viel Spaß bereitete, angesichts der Leistung beim 5:3 gegen den Tabellenführer aus Linz. Der hat am Sonntag in Linz Gelegenheit, sich für die Niederlage in Klagenfurt zu revanchieren. Viveiros war angetan und die Fans begeistert. Vor allem von Raphael Herburger. Das fand seinen Niederschlag darin, dass der Vorarlberger zum zweiten Mal hintereinander in der von der Kleinen Zeitung ausgerufenen Wahl zum "Spieler des Abends" gekürt wurde. Seit Wochen zählt Herburger zu den Aktivposten. Was sich auch an der Statistik ablesen lässt: Der 22-Jährige, mit einer Größe von 1,78 m und 75 Kilogramm nicht unbedingt ein Riese, wird dort mit sieben Treffern als bester KAC-Schütze ausgewiesen, hält insgesamt bei 16 Scorerpunkten. Experten registrierten bei Herburger einen großen Leistungssprung gegenüber der letzten Saison.
Herburger hat alles, was ein Stürmer braucht: Der Vorarlberger ist schnell, ein blendender Eisläufer, verfügt über das notwendige technische Rüstzeug und hat viel Spielverständnis. Gegenüber der letzten Saison kommt noch etwas dazu: Der junge Mann trifft auch.
Vor dem Tor sicherer
Dafür brauche ein Angreifer Selbstvertrauen. "Das habe ich jetzt", stellte er fest. Wie überhaupt das Sturmtrio mit Herburger und den Geier-Brüdern derzeit die schärfste KAC-Waffe ist. Eine Folge, dass die Linie seit Jahren zusammenspiele: "Dadurch verstehen wir uns fast blind." Noch vor einem Jahr wurde das Trio vorwiegend zum Zerstören aufs Eis geschickt, heute sorgt es für spielerische Impulse - und für Tore. Dass Herburger vor dem Tore ruhiger und sicherer geworden ist, kommt aber nicht von ungefähr: Im Sommer hatte er zwei Wochen lang mit dem ehemaligen KAC-Legionär Ray Podloski spezielle Torübungen trainiert. Kleinigkeiten, von denen er jetzt profitiere.
Gemeinsam mit seinem Landsmann Rene Swette bewohnt Herburger in Klagenfurt eine WG. Die Arbeiten sind genau aufgeteilt: Der Tormann ist für die Sauberkeit zuständig, Herburger, der gerne kocht, für das Essen. Seine Lieblingskost? "Da bin ich eigentlich flexibel", sagt er. So wie auf dem Eis eben.














