Eishallen-Pläne lassen Land kalt
Landeshauptmann Dörfler will Bundesleistungszentrum am Messegelände nicht unterstützen.

Foto © Reuters
Auch die nach Stadion und Hallenbad dritte Großbaustelle (beziehungsweise Noch-nicht-Baustelle) der Stadt Klagenfurt, die neue Eishalle, scheint nicht vom Glück verfolgt. Landeshauptmann und Sportreferent Gerhard Dörfler (FPK) erteilt nun den Plänen seines Parteikollegen Bürgermeister Christian Scheider eine klare Absage. Scheider wollte die Halle auf dem Messegelände, wie berichtet, mit einem Bundesleistungszentrum für Eissport kombinieren. "Dafür gibt es vom Land sicher kein Geld", sagt Dörfler.
"Bei einem Projekt dieser Art würde sich der Bund nur am Bau beteiligen und alle anderen bleiben auf den hohen Kosten für den laufenden Betrieb sitzen. Unsere zwei großen Eishockeyklubs werden schon jetzt in einem Ausmaß von der öffentlichen Hand gesponsert, wie dies in keinem anderen Bundesland der Fall ist", so der Landeshauptmann. Den Bau einer "angemessenen" Halle für den KAC und seinen Nachwuchs will Dörfler aber jedenfalls unterstützen, mahnt aber zur Eile. "Die Stadt hat schon viel Zeit verloren. Allein das Luftschloss des KAC-Präsidenten Nedwed hat sie ein Jahr gekostet." Für Scheider ist das Bundesleistungszentrum trotzdem nicht gestorben. "Wir werden nun Gespräche mit dem Bund führen. Vielleicht kriegen wir die Mittel ja, die Dörfler fordert."
"Kein Platz für Bad"
Dass das Messegelände bei einem Scheitern seiner Pläne wieder als Standort für das neue Hallenbad infrage kommt, schließt Scheider aus. "Auch ohne Bundesleistungszentrum wäre dort zu wenig Platz." In dieser Frage ist er sich mit Dörfler einig. "Das Hallenbad gehört auf das Campingplatz-Areal in der Ostbucht", meint auch der Landeshauptmann. "Dort macht es touristisch Sinn. Deshalb haben wir unsere finanzielle Unterstützung an diesen Standort geknüpft."
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FAKTEN
Hallenbad neu. Parallel zur ÖVP-Aktion gegen den Standort Ostbucht sind am Samstag in der Klagenfurter Innenstadt Info-Folder verteilt worden, in denen für diesen Platz geworben wird. Sie stammen von FPK und SPÖ und werden aus den Parteikassen bezahlt.

















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