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Zuletzt aktualisiert: 10.09.2011 um 19:42 UhrKommentare

Thomas Koch: "Eisläuferisch hatte ich große Defizite"

Der 28-jährige KAC-Eishockey-Crack Thomas Koch spricht beim Kleine Zeitung-Sommergespräch über das Heimkehren, sein Leben für den Sport und seine Liebe zum Fischen.

Leidenschaftlicher Sportler, Fischer und Naturliebhaber - der Heimkehrer liebt den Wörthersee

Foto © KLZ/TraussnigLeidenschaftlicher Sportler, Fischer und Naturliebhaber - der Heimkehrer liebt den Wörthersee

Wie ist es, nach sieben Jahren - zwei Jahre in Schweden, fünf Jahre in Salzburg - wieder in Klagenfurt zu sein?

THOMAS KOCH: Echt super. Ich bin von allen gut aufgenommen worden. Ich kenn ja auch noch einige aus alten Zeiten.

2010 hatten Sie ja noch Pläne, wieder ins Ausland zu gehen - ist das durch den Drei-Jahres-Vertrag beim KAC kein Thema mehr?

KOCH: Ich bin dann 30, wenn ein gutes Angebot kommen sollte, würde ich mich schon vielleicht noch einmal ins Ausland wagen.

Wie war es heuer noch im Salzburg-Dress das Meistertor gegen den KAC zu schießen - haben Sie damals gewusst, dass Sie wieder nach Klagenfurt kommen?

KOCH: Nein, das wusste ich nicht. Es waren Gespräche da, aber das hat alles mein Manager gemacht. Zu Beginn des Play-offs machen wir das immer so, dass ich von nichts weiß, weil ich mich auf das Eishockey konzentriere. Zwischen Meisterschaft und WM hab ich den Vertrag unterschrieben. Und zum Meistertor: Du weißt, dass wenn du es schießt, ist die Saison aus. Es war etwas ganz Besonderes, dass ich den Schlussstrich ziehen durfte.

Jetzt haben Sie schon sieben Meistertitel in der Tasche, gibt es noch sportliche Ziele?

KOCH: Die gibt es immer. Ich will jedes Spiel gewinnen, egal ob auf dem Tennisplatz, auf dem Eis oder sonst wo. Ich bin sehr ehrgeizig und verliere überhaupt nicht gern. Für heuer ist das Hauptziel der Meistertitel mit dem KAC. Und ich kann natürlich auch noch viel lernen von einem Kalt, Brandner und natürlich von einem Viveiros. Von Jahr zu Jahr besser werden - ist eh ein riesiges Ziel.

Machen Sie sich Gedanken über eine zweite Karriere?

KOCH: Im Moment nicht. Ein paar Sachen würden mich interessieren, aber das ist weit weg. Mein Traum war es, Profi zu sein und für den Sport zu leben. Das genieße ich, so lange ich es kann.

Mit acht Jahren haben Sie beim KAC begonnen, waren Sie gleich Feuer und Flamme für das Eis?

KOCH: Eisläuferisch hatte ich damals große Defizite, wenn man das so sagen kann. Beim Rückwärtsfahren war ich immer der Letzte, der von den Aufwärmrunden zurückgekommen ist. Das hat mich fest geärgert. Durch das viele Training bin ich jetzt nicht mehr der Letzte (lacht). Mit 16 bin ich in die Kampfmannschaft gekommen und wir sind Meister geworden. Dann war klar, dass ich Eishockeyspieler werde.

Von der beruflichen Heimat zur tatsächlichen: Wie besteht Klagenfurt den Vergleich mit Luleå in Schweden oder Salzburg?

KOCH: Es ist anders. Schweden ist wunderschön und naturbezogen. Ganz im Norden, direkt am Meer habe ich mich sehr wohlgefühlt. Salzburg ist auch eine schöne Stadt. An Lebensqualität hat es nirgends gefehlt, aber Kärnten ist etwas Besonders, da bin ich aufgewachsen und hab schöne Erfolge gefeiert. In Klagenfurt fehlt nichts, man hat die Berge, den See, eine liebe Stadt. Ich bin schon viel herumgekommen auf der Welt, Klagenfurt ist schon ein sehr schöner Platz.

Wie sieht es in der Freizeit aus, viele Cracks golfen, Sie fischen?

KOCH: Ja, das stimmt. Da kann ich abschalten, mich erholen und auch mal an etwas anderes als den Druck beim Eishockey denken. Das Handy bleibt daheim.

Wie ist es für Sie, wenn Sie als Topscorer und bester Torschütze in den Himmel gelobt werden?

KOCH: Es ist natürlich schön, wenn das jemand sagt, aber für mich war immer die Mannschaft im Vordergrund und das wird auch so bleiben. Einer allein kann im Eishockey nie etwas gewinnen, deswegen ist mir das nicht so wichtig, ob ich Topscorer bin. Wenn mir das wichtig wäre, wäre ich Einzelsportler geworden.

Sie sind seit ein paar Monaten Onkel, Ihre Schwester hat heuer geheiratet - wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus?

KOCH: Das ist noch sehr weit weg derweil - ich bin Single.

Als Profisportler hat man viele Fans - wie ist das für Sie?

KOCH: Ich bin froh, dass es so viele Fans gibt, die mit Herz dabei sind. Wenn jemand deinen Dress trägt, ist es eine Auszeichnung für das, was man leistet. Das motiviert, noch härter an sich zu arbeiten und alles zu geben.

MELANIE FANZOTT

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Foto © KLZ/Traussnig

Bild vergrößernIm Gespräch: Koch und "Kleine"- Mitarbeiterin Melanie Fanzott Foto © KLZ/Traussnig

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Foto © KK/Privat

Bild vergrößernTommy Koch mit einer tierischen Trophäe, die weiterschwimmen durfte Foto © KK/Privat

Zur Person

Thomas Koch. Geboren am 17. August 1983 in Klagenfurt

Karriere. Koch kam mit 16 Jahren in die KAC-Kampfmannschaft. Vier Jahre später wechselte er nach Schweden. Es folgten fünf Jahre bei den Red Bulls. Seit heuer ist Koch wieder beim KAC

Meistertitel. Sieben

Mehr. www.kac.at

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Eishockey - ist für mich der schönste Sport

Vorbild - von den Besten das Beste abschauen

Familie - sehr wichtig, ohne sie wäre ich nicht so weit gekommen

Ich wünschte, ich könnte - Superman sein

Freunde - sind sehr wichtig, weil sie einem Rückhalt geben und einen großen Anteil an meinem Leben haben

In zehn Jahren bin ich - hoffentlich noch Eishockeyspieler

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