Vom Labor auf das Eis
Der KAC experimentiert auch am Sonntag gegen Jesenice mit zwei Stürmern als Verteidiger und will sein Spiel noch offensiver gestalten. Der VSV trifft auf Ritten und Ex-Trainer Greg Holst.

Foto © APADavid Schuller versucht sich als Verteidiger
Zum Abschluss der kurzen aber knackigen Testphase trifft der KAC am Sonntag (19.15 Uhr) zu Hause auf Jesenice. Ein Experiment hat es in den vergangenen zwei Wochen vom Labor bereits auf das Eis geschafft: David Schuller und Thomas Hundertpfund - eigentlich Stürmer - werden als Verteidiger aufgeboten. "Beide sind Spielertypen, die durch ihre Physis und Präsenz auf dem Eis das Spiel aus der Defensive lenken können", bestätigt "Versuchsleiter" Manny Viveiros. Ansonsten bietet der KAC-Coach nur sechs nominelle Verteidiger auf. "Modernes Eishockey läuft über schnelle Verteidiger. Salzburgs Matthias Trattnig ist der vielleicht beste Spieler auf dieser Position, das haben wir gesehen", sagt Viveiros, der damit die KAC-Offensivabteilung noch mehr zur Geltung bringen will.
Ein Wiedersehen mit Greg Holst
Im Zeichen des Wiedersehens steht am Sonntag das Testfinale des VSV gegen Ritten (Stadthalle, 18 Uhr). Immerhin kommt als Trainer der Südtiroler Greg Holst, der Villach 2005/06 zum bislang letzten Meistertitel führte.
"Greg ist ein toller Trainer. Ich habe viel von ihm gelernt. Er brachte immer sehr viel Energie und Enthusiasmus in die Kabine. Für beide Seiten wird das Match ganz sicher etwas Besonderes", sagt VSV-Coach Mike Stewart, der wie seine Co-Trainer Günther Lanzinger und Markus Kerschbaumer unter Holst "diente".
Abgehakt hat Stewart die 1:4-Niederlage gegen den Liga-Konkurrenten Jesenice: "Ich habe den Jungs gesagt, dass sie das Spiel vergessen sollen. Das erste Drittel war ja auch gut. Danach haben wir fast nur noch in Unterzahl gespielt. Jetzt wollen wir die Testspielphase mit einem Sieg beenden. Ich erwarte von meinem Team ein Spiel mit hohem Tempo." Jungstürmer Niki Hartl fällt mit einer Schulterverletzung weiter aus.
Unterstützung
Bei der Liga-Sitzung am Samstag in Szekesfehervar fand der Vorstoß von VSV und den Graz 99ers, die Punkteregel zu überdenken bzw. die Zahl der Legionäre zu senken, die Unterstützung von fünf weiteren Vereinen. Eine Arbeitsgruppe soll am Donnerstag erstmals zusammentreten und die Vorgehensweise besprechen. Zudem wird man in den nächsten Wochen mit Sponsor Erste Bank intensiv über die Liga-Zukunft verhandeln.














