Riesenandrang auf Finaltickets
Bis zu sechs Stunden warteten die Fans in der Nacht vor Spiel sieben, um noch eine der begehrten Karten zu erlangen. Am Ende hieß es: ausverkauft!

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Siegfried Möstl wartet. Um genau zu sein, wartet der 40-jährige Oberkellner länger als alle anderen. Um ganz genau zu sein, seit drei Uhr morgens. "Schlafsack, Thermoskanne, Stille", zählt der Mann mit der roten Mütze und der roten Jacke auf. Es sind die Zutaten einer (fast) durchwachten Nacht in der Klagenfurter Innenstadt. Möstl ist Profi. Zum insgesamt dritten Mal nach den KAC-Finalteilnahmen 2001 und 2004 hat sich der Kellner vor dem Ruefa-Reisebüro positioniert, wo ab 9 Uhr die begehrten letzten 600 Karten für das siebente Finalspiel des KAC gegen Salzburg verkauft werden.
Er war immer der Erste, nur um sicher zu gehen. "Bis fünf Uhr war es ruhig, dann kamen langsam die anderen", sagt Möstl und deutet nach hinten. Dorthin, wo sich inzwischen eine ansehnliche Schlange gebildet hat. Dorthin, wo mit Ernst Isopp (22) und Florian Oberrisser (26) Nummer zwei und Nummer drei dem Einlass entgegenfiebern. Das, nennen wir es, Spitzentrio kennt sich aus der Halle, alte Kampfgefährten quasi. Im Morgengrauen dampft der Atem, wenn sie sprechen.
Zeitvertreib
Man vertreibt sich die Zeit mit Prognosen und Analysen der vergangenen Spiele. "Selbst wenn ich ein Abo hätte, würde ich hier stehen", sagt Möstl. Warum? "Der Stimmung wegen, ich bin KAC-Fan. Das gehört dazu. Ein Abo lohnt sich bei mir aber nicht, so oft kann ich nicht in die Halle." Weiter hinten wird gerechnet, ob man noch zu Karten kommt. Kommt man.
Langsam frisst sich die Kälte durch die Glieder, ehe es die Sonne über die Häuserdächer schafft. Mit der Sonne geht weiter vorne die Türe auf. Die Disziplin in der Schlange ist eine selbst auferlegte. Die Männer der ersten Stunde verlassen stolz die Arena. Erst eine Stunde später heißt es dann endgültig: ausverkauft!














