Siklenka sichert dem KAC den Matchpuck
War das ein Krimi: KAC-Tor aberkannt, Overtime und dann der "Hammer" von Siklenka zum 3:2-Sieg gegen Salzburg. Damit ist der KAC nur mehr einen Sieg vom 30. Titel entfernt.
Quelle © kleine.tv KAC stellt in der Finalserie auf 3:2
Die erwartungsfrohen 5000 KAC-Fans erlebten von Beginn an, dass Salzburg genau so ambitioniert war wie der KAC und lange Zeit außerdem ein Stück unternehmungslustiger. Oder sagen wir: schneller, frischer und optisch präsenter. Vor allem im Defensivbereich schlichen sich beim KAC Unsicherheiten ein, wurden unangenehme Widersacher im so wichtigen Spiel nicht selten zu hilfsbereiten Begleitern. Aber eines konnte man den Klagenfurtern nicht absprechen: Jeder Einzelne rannte sich das Herz aus dem Leib. Sie rackerten sich förmlich ins Spiel. Das 3:2 war ein Triumph des Willens und der Leidenschaft.
Die erste große Einschussmöglichkeit fand Dieter Kalt vor, pfefferte die Scheibe jedoch übers Tor (3.). Zwei Minuten später nützte Sean Brown ein Überzahlspiel per Weitschuss zur Führung. Die hielt allerdings nur 17 Sekunden: Wieder einmal brachten die Rotjacken die Scheibe nicht aus dem Gefahrenbereich und Salzburgs Nachwuchsmann Brucker durfte sich als Torschütze feiern lassen (5.)
Zeitweise brannte regelrecht das Eis, derart intensiv wurde gefightet. Klar, dass da das Spielerische etwas in den Hintergrund trat. Als sich der Mittelabschnitt dem Ende näherte, genau in der 36. Minute, verwandelte sich die Stadthalle allerdings in ein Tollhaus.
Reguläres Tor aberkannt
Mike Craig, der kantige Routinier, hatte getroffen. Der 40-Jährige fuhr nach einem Zuckerpass von Raphael Herburger wie ein Penaltyschütze auf Reinhard Divis und schoss spektakulär zum 2:1 ein. Der slowenische Schiedsrichter Dremelj signalisierte "Tor", die Salzburger, allein voran Reinhard Divis, der sogar einen Linienrichter insultierte, protestierten. Plötzlich zogen sich die Pfeifenmänner zur "Beratung zurück und schließlich hieß es: kein Tor. Warum? Wegen Abseits. Dabei hatte der Linesman "weiter" angezeigt und auch die TV-Experten kamen später zur Ansicht: Das Tor war regulär. Egal: Dem KAC wurde ein Treffer "gestohlen", weshalb er nach dem erneuten Ausgleich der starken Gäste (50.) wie in Salzburg nachsitzen musste. Und hatte wie am Dienstag das Glück des Tüchtigen, Mike Siklenka, gerade von der Strafbank gekommen, bescherte nach 66:08 Minuten dem KAC mit einem Gewaltschuss das 3:2 und damit zwei "Matchbälle" für den 30. Meistertitel.
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Fakten
KAC - Red Bull Salzburg 3:2 n.V. (1:1,0:0,1:1/1:0)
Klagenfurt, 5.200 (ausverkauft), SR Dremelj/Fussi
Tore: Brown (6. PP), Hager (45.), Siklenka (67.) bzw. Brucker (6.), Duncan (50.)
Strafminuten: 10 bzw. 22 plus 10 Lakos
Stand in der Serie aus KAC-Sicht: 3:2 - 1. Spiel 6:5 (h), 2. Spiel 3:6 (a), 3. Spiel 2:5 (h), 4. Spiel 2:1 n.V. (a), 5. Spiel: 3:2 n.V. (h)
6. Spiel am Dienstag (19.15 Uhr/live ServusTV) in Salzburg.
Eventuelles 7. und letztes Spiel am Donnerstag (14.4.) in Klagenfurt (19.15).















