16 Volltreffer...
... kassierte der KAC bisher gegen RB Salzburg. Das ist mit ein Grund, warum die Klagenfurter in der Finalserie mit 1:2 im Rückstand liegen.

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Eine alte Eishockeyweisheit sagt: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften. In der aktuellen Play-off-Serie um den österreichischen Meistertitel zwischen Salzburg und dem KAC gilt die offenbar nicht. Denn: 27 Tore sind in den bisherigen drei Begegnungen gefallen, was einen Schnitt von neun pro Spiel ergibt. Finalentscheidungen sind in der Regel eher enge Angelegenheiten. Vor allem die Abwehr der Klagenfurter präsentierte sich eher löchrig, musste bisher nicht weniger als 16 Gegentreffer hinnehmen: fünf beim 6:5 in Klagenfurt, sechs beim 3:6 in Salzburg und fünf bei der schmerzlichen Heimniederlage (2:5) am Dienstag. Die Verteidigung als die aktuelle Baustelle bei den Rotjacken? "Natürlich sind Fehler passiert", gab Johannes Kirisits zu. Der Abwehrspieler schreibt die Torlawine vorwiegend der offensiven Spielweise der Salzburger zu. Der Druck und die Aggressivität, die sie ausüben, sei enorm. Dadurch sei der KAC bisher kaum dazu gekommen, Konter zu starten bzw. den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Für Vizepräsident Hellmuth Reichel ist, um die Kurve zu kratzen, im Abwehrbereich eine taktische Umstellung notwendig. "Dir Burschen stehen zu tief im eigenen Drittel", diagnostizierte der Arzt, bei den Klagenfurtern für den sportlichen Part zuständig.
Zu tief im eigenen Drittel
Sein Rat: Der KAC müsse vielmehr den Kampf Mann gegen Mann forcieren - bis die Knochen knirschen. Auf der Spielerbank ist Gerald Ressmann für die Verteidiger zuständig. Der Co-Trainer gibt zu, dass 16 Gegentore in drei Spielen zu viel wären, nimmt aber die Abwehrkräfte insofern in Schutz, weil ja Blöcke auf dem Eis stehen: "Wir verteidigen und stürmen gemeinsam." Die Mannschaft wisse, wo der Hebel anzusetzen ist: "Es sind nur Kleinigkeiten", findet Ressmann. Vordergründig wird heute bei Spiel Nummer vier sein, das Tempo des Titelverteidigers mitzugehen: "Laufen und laufen", lautet daher die Vorgabe.
Für Reichel ist jedenfalls Zeit, dass was passiert. Aussichtslos sei die Situation nach der Heimniederlage keineswegs. Hoffnung macht ein Blick in die Vergangenheit. Vor zwei Jahren hatte der KAC ebenfalls das zweite Heimspiel verloren (3:6), um dann in Salzburg den Spieß umzudrehen (4:1), und dann nach sieben Spielen als Meister zu grüßen.















