Ideenloser KAC verliert zu Hause 2:5
Mit einem 2:5 zu Hause gegen Salzburg gab der KAC in der EBEL-Finalserie einen großen Trumpf aus der Hand. In der "best-of-seven"-Serie führen die Bullen nun mit 2:1.
Quelle © kleine.tv 2:5 Heimniederlage für den KAC
Als sich die Salzburger in den ersten eineinhalb Minuten mit einer Ruhe sondergleichen einem Heuschreckenschwarm gleich vor dem KAC-Tor festsetzten, schwante den über 5000 KAC-Fans bereits Böses. Diese kurze Phase war irgendwie symptomatisch für dieses dritte Play-off-Treffen: Der Titelverteidiger trat aggressiver auf, wirkte frischer, schneller und dynamischer, hatte von allem etwas mehr. Kapitän Christoph Brandner (Bild) und Co. fanden nie eine klare Linie, spielten ohne Inspiration und setzten dann doch überraschend ein Zeichen von Effektivität: Mit dem ersten Torschuss gelang Tyler Scofield in Überzahl das 1:0 (5.). Trotzdem lief es bei den Klagenfurtern, die in dieser Saison noch kein Heimspiel gegen Salzburg verloren hatten, nie so richtig rund.
Das zweite Drittel war gerade 22 Sekunden alt und schon zappelte die Scheibe im Heiligtum von Andy Chiodo. Der sonst so starke KAC-Rückhalt hatte sich den Puck nach einem "Schüsschen" von Ryan Duncan selbst ins Tor geschlagen. Es sollte nicht der einzige Patzer von Chiodo an diesem Abend werden. Der Schlüssel für den Salzburger Erfolg war die Phase zwischen der 21. und der 30. Minute. Manuel Latusa erhöhte da mit schon provozierender Leichtigkeit auf 2:1 und Matthias Trattnig legte im Powerplay das 3:1 (30.) drauf. In der Stadthalle war es plötzlich mucksmäuschenstill. Verständlich, denn mit dem Zweitore-Vorsprung schien sich die Waage endgültig zugunsten der Salzburger zu neigen. Der KAC brauchte einige Minuten, um diese Schockstarre zu überwinden. Erst gegen Ende des Mittelabschnittes deutete er an, wozu die Mannschaft fähig ist, doch da fehlte das nötige Glück und im Gegensatz zu Chiodo wuchs diesmal sein Kollege Reinhard Divis über sich hinaus.
Nur kurze Hoffnung
Da konnte dem KAC nur ein schnelles Tor helfen. Gesagt, getan: Nach 27 Sekunden im Schlussabschnitt sorgte Kirk Furey mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 tatsächlich für neue Hoffnungen. Doch die erwiesen sich als trügerisch, denn die Salzburger kamen dank Unterstützung von Chiodo schon drei Minuten (44.) später zum 4:2, dem kurz vor Schluss das 5:2 folgte.
Ein Rückschlag für den KAC, bei dem Trainer Manny Viveiros in seinem 300. Meisterschaftsspiel durch verschiedene Wechselspiele im Angriff noch zu retten versuchte, was zu retten war. Ohne Erfolg. Jetzt ist ein Auswärtserfolg vonnöten, um den Gleichstand herzustellen.
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Drittes Finale
KAC - Red Bull Salzburg 2:5 (1:0,0:3,1:2)
Klagenfurt, 5.200 (ausverkauft), SR Dremelj/Fussi
Tore: Scofield (5./PP), Furey (41.) bzw. Duncan (21.), Latusa (24./59.), Trattnig (30./PP), Regier (44.)
Strafminuten: 12 bzw. 8
Stand in der Serie: 1:2 - 1. Spiel 6:5 (h)/2. Spiel 3:6 (a)/3. Spiel 2:5 (h)
4. Spiel am Donnerstagabend (19.15 Uhr/live ServusTV) in Salzburg















