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Zuletzt aktualisiert: 03.04.2011 um 05:06 UhrKommentare

"Play-off-Serien gewinnt man in Über- und Unterzahl"

In Spiel eins fielen fünf von elf Toren in Überzahl. Salzburg und KAC sehen Powerplay als Schlüssel auf dem Weg zum Meistertitel.

Foto © GEPA

Im Play-off wird aus dem Duell zweier Teams vor allem auch eines: ein Duell der Spezialisten. "Play-off-Serien gewinnt man nicht mit fünf gegen fünf Spieler auf dem Eis, sondern vor allem in Über- und Unterzahl", fasst es Reijo Ruotsalainen, Co-Trainer der Salzburger Red Bulls vor dem zweiten Finalspiel in Salzburg zusammen.

Eine Feststellung, die emotional, sondern vor allem statistisch Gültigkeit besitzt: Gleich fünf der elf Tore im ersten Finalspiel fielen in nummerischer Überlegenheit, drei Mal traf der KAC im Powerplay, Salzburg zwei Mal. Die Rotjacken bewiesen damit bei vier Überzahl-Möglichkeiten eine beeindruckenden Powerplay-Effizienz und liegen - über die gesamte Saison gesehen - l mit 22,54 Prozent auf Rang vier der Liga-Statistik. "Unser Powerplay war sehr stark und wir haben Passwege durch ihre Abwehr gefunden. Das war ein wichtiger Grund für den Sieg", bestätigt KAC-Trainer Manny Viveiros. Der hatte gleich doppelten Grund zur Freude, denn die Salzburger ließen drei Überzahlmöglichkeiten ungenutzt.

Trotzdem, oder gerade deshalb bastelten beide Mannschaften im Vorfeld von Spiel zwei an ihren "special teams", den Unter- und Überzahlformationen. "Es ist kein großes Geheimnis, dass wir etwas ändern müssen. Aber es ist ein großes Geheimnis, was wir geändert haben", sagt Ruotsalainen augenzwinkernd.

Schüsse von außen

Ähnliches gilt für den KAC. Zu viele Schüsse fanden ungeblockt ihren Weg auf das Tor, beim ersten Powerplay-Treffer durch Manuel Latusa kam der Bullen-Stürmer wenige Meter vor KAC-Goalie Andy Chiodo völlig frei zum Schuss. Eine Situation, die für den KAC nicht neu ist - auch gegen Villach stellte man das Unterzahl-System nach Spiel eins zu: Erfolgreich - der Raum ("Slot") vor Chiodo wurde verbarrikadiert und der Gegner zu ungünstigen Schüssen gezwungen.

Salzburg wird indes versuchen, die Klagenfurter Unterzahlformation in Bewegung zu halten: "Wenn wir zu statisch spielen, wird es schwer. Wir müssen die Spielzüge nicht nur ein wenig anpassen, sondern auch noch viel präziser ausführen", sagt Ruotsalainen. Wie reagiert der KAC? "Wir werden eng stehen, gut blocken und vor allem konzentriert bleiben", verspricht Viveiros.

STEFAN JÄGER

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Der KAC muss beim zweiten Finalspiel in Salzburg heute nicht nur Jeff Shantz und Herbert Ratz vorgeben, auch Paul Schellander fällt aus. Manuel Geier ist ebenso fraglich, wie Sean Brown. Coach Manny Viveiros wird deshalb auf eine Variante zurückgreifen, die sich schon gegen den VSV bewährt hat: Verteidiger Johannes Reichel rückt wieder in den Sturm auf.

Übrigens: Beim montägigen "Talk im Hangar" (21.05 Uhr) auf ServusTV ist Bullen-Stürmer Daniel Welser zu Gast.

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