Die Liga hat ihren Sündenfall
Nach der Brutalo-Attacke des Olimpija-Stürmers Andrej Hebar an Salzburgs Kevin Puschnik droht eine lange Sperre. Der Strafsenat tagt am Sonntag.

Foto © GEPAKampf auf dem Eis: Andrej Hebar und Kevin Puschnik
Dem Slowenen Andrej Hebar droht die längste Sperre der jüngeren heimischen Eishockey-Geschichte. Noch bis spät in die Nacht wurde am Freitag im Strafsenat der Erste Bank Liga über den Aufzeichnungen gebrütet, die Aufschluss über die Bestrafung des 26-jährigen Stürmer von Olimpija Laibach geben soll.
Jener Mann, der den 19-jährigen Salzburger Kevin Puschnik, Sohn des Ex-Nationalspielers Gerhard Puschnik mit einer beispiellosen Stockattacke erst zu Boden schickte und dann noch nachsetzte. Erst die heranstürmenden Mannschaftskollegen konnten den regungslos am Boden liegenden Puschnik vor weiteren Attacken Hebars schützen.
"Es ist der pure Wahnsinn, in Kanada gehst du für so etwas ins Gefängnis", schäumte Red Bulls-Coach Pierre Pagé. Das Foul, das Spieler, Trainer und Zuschauer gleichsam schockte kam beim Stand von 7:4 aus Sicht der Salzburger, neun Minuten vor Schlusspfiff.
Bange Minuten
Pagé fordert eine lange Sperre für den Slowenen, der zuvor hart von Puschnik gecheckt worden war: "Er muss bis zum Saisonende gesperrt werden. Alles andere wäre unglaublich." Puschnik konnte nach bangen Minuten das Eis verlassen, wurde aber ins Krankenhaus gebracht und wird in den kommenden Tagen eingehend untersucht und unter Beobachtung stehen.
Spätestens am Sonntag will der Strafsenat der Liga seine Entscheidung bekannt geben. Zuvor hatte man vom Übertragungspartner laola1.tv noch weitere Aufnahmen des Fouls angefordert.
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