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Zuletzt aktualisiert: 28.09.2010 um 08:01 UhrKommentare

Zu viel des Guten

Die VSV-Cracks verbringen zu viel Zeit auf der Strafbank. Die KAC-Youngsters begeistern die Fans und den Trainer.

Foto © GEPA

Sechs Spiele, 175 Strafminuten - die Villacher sind die "Bösen Buben" der Liga. Zum Vergleich: die "Unschuldslämmer" aus Zagreb verbüßten erst 84 Strafminuten auf der Strafbank. Vor allem auswärts lassen sich die Cracks von Trainer Johan Strömwall immer wieder zu Undiszipliniertheiten samt daraus resultierenden Disziplinarstrafen hinreißen. Wie Roland Kaspitz bei der 1:2-Niederlage in Wien, wie Kaspitz und Mike Martin bei der Pleite in Zagreb, wie Michael Raffl und Matt Ryan bei der Leermeldung beim KAC.

Übrigens: die drei Spiele, in denen man keine Disziplinarstrafen kassierte, wurden gewonnen. "Es kann nicht sein, dass - wie nun in Wien - einer unserer Besten in der entscheidenden Phase wegen Kritik vom Eis muss", ärgert sich VSV-Manager Giuseppe Mion.

Etwas differenzierter argumentiert Coach Strömwall: "Natürlich ist das nicht akzeptabel, aber auch der Schiedsrichter zeigte zu wenig Fingerspitzengefühl. Was die Zwei-Minuten-Strafen angeht, hatten wir zuletzt nicht mehr als unsere Gegner."

Neben den Strafen führten die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive und das schwache Powerplay zur Niederlage in Wien. Gestern gab Strömwall wie geplant trainingsfrei. Heute und morgen übt man in Spittal, da die Stadthalle Villach belegt ist. Dort blödelt heute Otto Waalkes.

"Vier Punkte haben wir uns für das Wochenende vorgenommen, vier sind es geworden", zieht KAC-Stürmer Paul Schellander eine positive Bilanz nach den Siegen gegen Laibach und Zagreb vor eigenem Publikum. Der 23-Jährige, der sich von seiner Schulterverletzung gut erholte, führt eine junge Garde bei den Rotjacken an, die den Fans viel Spaß bereitet. Gegen Zagreb schoss Thomas Hundertpfund einen wichtigen Treffer. "Er verwertet heuer seine Chancen ausgezeichnet", gibt es Lob von Trainer Manny Viveiros. Für ihn war vom ersten Training an klar, dass die Linie mit den Geier-Zwillingen und Raphael Herburger zusammenbleiben wird. "Sie spielen auf einem hohen Niveau. Was noch fehlt, ist die Effizienz vor dem Tor. Daran arbeiten wir aber ständig. Wie auch am Über- und Unterzahlspiel. Da sind es nur Kleinigkeiten, die noch passen müssen."

ANDREAS JANDL MARIO KLEINBERGER

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