KAC entschied Derby für sich
Der KAC bringt sich mit einem fulminanten Derby zurück ins Spiel. Gegen den VSV gab es vor 5100 Fans einen 4:1-Sieg. Aber Villach bleibt weiterhin Tabellenführer.

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"Macht den Dieter Kalt", hielten die Villacher Anhänger dem KAC eines ihrer Spruchbänder bereits beim Aufwärmen unter die Nase. Sie meinten natürlich nicht nur den Dieter, Kalt. Sie meinten den KAC. So eine Tabellenführung beflügelt. Aber weder der Dieter, Kalt, der sein bestes Match seit der Heimkehr lieferte, und schon gar nicht der KAC waren kalt zu machen.
In Überzahl
Es war die erste Derby-Nacht. Die Klagenfurter Stadthalle war bis unters Dach voll. Und der KAC wusste haargenau, was ihm blühen würde, sollte er nach der Schlappe in Graz auch noch gegen Villach verlieren. Die Rotjacken übernahmen sofort das Kommando, nahmen den VSV von Beginn an unter Dauerbeschuss. Sie drängten die Villacher damit nicht nur mit dem Rücken zur Wand, sondern auch reihenweise auf die Strafbank. Zuerst traf Tory (7.) in Überzahl nach idealem Kalt-Zuspiel mit wuchtigem Schuss. Bald darauf erhöhte Kapitän Brandner, ebenfalls im Powerplay. Villach konnte sich kaum befreien, kam zu keinen wirklichen Chancen. Das Derby lief auf schiefer Ebene, schien früh entschieden.
Vielleicht war deshalb im zweiten Abschnitt einiges vom Tempo draußen. Der VSV fand wenigstens ansatzweise ins Match zurück, hatte auf einmal auch die eine oder andere Möglichkeit. Aber Youngster Kristler traf nicht einmal, als er alleine auf René Swette zulief. Auf der Gegenseite hämmerte Craig (32.) ans Lattenkreuz, rutschte Schuller (33.) nach "Bauerntrick" vor dem leeren Tor aus.
136. Derby-Sieg
Letztlich war es aber erst Schuller (42.), der nach Stefan-Geier-Schuss Tor Nummer drei machte. Wahlbergs Treffer (51.) war nur noch Kosmetik. Der Meister feierte im 273. Derby seinen 136. Sieg. Kärnten bleibt, im Eishockey, bis zum nächsten Derby rot. Und der KAC hat die allerärgsten Sorgen vorerst vom Hals. Allerdings brachte die obligatorische Schlussprügelei Reichl und Toff Matchstrafen. Und Villach bangt um Michael Raffl, der mit Kieferbruch ins Spital musste.
GERALD POTOTSCHNIG
Features
Fotoserie
Spieldaten
KAC - VSV 4:1 (2:0,0:0,2:1)
Klagenfurter Stadthalle, 5.100, Längle
Tore: Tory (7./PP), Brandner (11./PP),Schuller (42.), Craig (58./PP) bzw. Wahlberg (51.)
Strafminuten: 8bzw. 16 plus zweimal 10 Disziplinar (Raffl, McLeod)















