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Zuletzt aktualisiert: 14.05.2009 um 19:07 UhrKommentare

Für die nächste Eiszeit

Wer bei der Eishockey-Klausur im oststeirischen Anger eine Revolution erwartet, liegt aber wahrscheinlich falsch.

Foto © GEPA

Die Spitzenrepräsentanten der Bundesligaklubs treffen sich am Freitag in Anger bei Weiz. Eine wesentliche Frage wird dabei sein: Wo gibt es künftig Einsparungspotentiale, nachdem die Klubs unter der sich selbst auferlegten finanziellen Last ordentlich ächzen? Am ehesten ist da etwas beim Personal zu holen. Sowohl der KAC als auch der VSV werden deshalb ihre Ausländer-Kontingente reduzieren. Es gibt Rauchzeichen, dass auch die Konkurrenz in diesem Sinne tätig wird. Für VSV-Präsidenten Gilbert Isep würde auch eine Reduzierung des zuletzt überladenen Spielplanes dazu passen. Das würde weniger Reisespesen bedeuten und auch die Spielerkader bräuchten nicht so groß sein.

Wer spielt wann und wie? Der Auftakt sollte nicht zu früh und in der zweiten September-Hälfte erfolgen. Als Ersatz für die ausgestiegenen Innsbrucker "Haie" steht Medvescak Zagreb als zehnter Klub fest. Die Kroaten haben die nötige Bankgarantie bereits hinterlegt. Ein Einstieg von Bozen ist kein Thema, war von den Südtirolern nur ein Druckmittel gegen den eigenen Verband. Was Modus und Spielplan betrifft, gibt es verschiedene Ansichten. Während VSV für eine Verringerung der Spiele ist, würde der KAC am liebsten am status quo (54 Spiele im Grunddurchgang, Play-off) festhalten. Reichel: "Man kann den Leuten nicht wieder etwas Neues vorsetzen."

Bleibt das Punktesystem? Am Punktesystem hängt im Grunde genommen die ganze heimische Eishockey-Problematik. Für die kommende Saison bleibt es (leider) wie es ist: die Regelung mit 60 Punkten wurde bereits beschlossen. KAC-Vizepräsident Hellmuth Reichel, aus Gründen der Rechtssicherheit und Ausgeglichenheit ein Befürworter der umstrittenen Regelung, macht sich für eine Modifizierung stark. Durch eine niedrigere Bewertung der Österreicher würden die Heimischen mehr zum Einsatz kommen. Kollege Isep ist hingegen für eine Abschaffung der Punkteregel und für eine Ausländer-Limitierung. So wie es davor war. Das will Vienna Capitals-Chef Hans Schmid aber verhindern.

HEINZ TRASCHITZGER

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