29. Titel: Tore aus dem Lehrbuch ließen den KAC feiern
War das ein Finale, war das eine Dramatik! Der KAC rang Red Bull Salzburg mit 2:1 nieder und feierte ausgelassen den 29. Titel.

Foto © APFür die Rotjacken ist es der erste Titel seit 2004
Kein Stau vor den Eingangstoren, die über 5000 in der ausverkauften Stadthalle hatten schon früher als sonst ihre Plätze eingenommen. Für ein Endspiel muss schließlich auch ein Zuschauer vorbereitet sein. Viele sahen verdammt wenig, zu verschachtelt und verbaut ist die KAC-Spielstätte für ein Ereignis der besonderen Art. Als nach zwei Minuten die Salzburger in einem fairen Spiel einen Mann weniger auf dem Eis hatten, kam Leben in die Bude. Eine Stimmung, die die ganze Spielzeit anhielt.
Schwerstarbeit.
Ehe der Sieg und der Titel fixiert waren, hatten die Klagenfurter (mit Jeff Shantz, ohne Christoph Brandner und "Punkteopfer" Herbert Ratz)allerdings Schwerstarbeit zu leisten. Denn die Roten Bullen (ohne den verletzten Matthias Trattnig) erwiesen sich erneut als gleichwertiger Konkurrent, der ohne großen Druck locker vom Hocker drauflos spielte. Schließlich konnten sie nur gewinnen. Der KAC schleppte hingegen die Belastung des Siegenmüssens mit. Eine schwere Hypothek, die doch etwas auf die spielerische Brillanz drückte.
Hohes Tempo.
Obwohl von Beginn an ein enormes Tempo gefahren wurde, befleißigten sich beide Teams einer konsequenten Defensivarbeit. Noch dazu mit zwei ausgezeichneten Torhütern. Sowohl Jordan Parisie als auch Travis Scott sorgten lange dafür, dass das Match torlos blieb. An Abwechslung mangelte es trotzdem nicht. Im Gegenteil: Es ging dramatisch zu, wie überhaupt sich Nervenschwache am Sonntag die falsche Veranstaltung ausgesucht hatten.
KAC ging in Führung.
Dann, in der 35. Minute ein Schrei aus 5000 Kehlen: Der KAC hatte endlich getroffen, das 1:0 erzielt. Das erwies sich im bisherigen Play-off-Verlaufals gutes Omen: denn jene Mannschaft, die in Führung ging, stapfte am Ende als Sieger vom Eis. Dieses 1:0 wird in die Klagenfurter Eishockeygeschichte eingehen, denn es war wie aus einem Eishockey-Lehrbuch zu: Andy Schneider fuhrmit der Scheibe ins gegnerische Drittel, passte zu Jeff Tory, der wieder zurück und Schneider platzierte die Scheibe gekonnt ins Netz.
13 Sekunden später.
Möglichkeiten den Spielstand zu erhöhen gab's im Schlussabschnitt durchaus, doch in der 45. Minute folgte durch Patrick Harand mit dem Ausgleich die kalte Dusche. "Doch was mein Bruder kann, kann ich auch", dachte sich offenbar Chris Harand. Der Wiener beim KAC schnappte sich vom Anspielpunkt weg das Spielgerät, ließ einige Salzburger ins Leere laufen und schoss - genau 13 Sekunden später - zum 2:1 ein. Ebenfalls ein Traumtor. Ironie des Schicksals: Der Goldtorschütze erhält beim KAC keinen Vertragf mehr. Im Finish hatten die Rotjacken noch einige brenzlige Situation zu bewältigen, ehe das 2:1 feststand und die Stadthalle zum Tollhaus wurde.
Features
Letztes Finalspiel
KAC - Red Bull
Salzburg 2:1 (0:0,1:0,1:1).
Stadthalle Klagenfurt, 5.200
(ausverkauft), SR Berneker/Längle.
Tore: Schneider (35.), Ch. Harand
(45.) bzw. P. Harand (45.).
Strafminuten: 6 plus 10 Disziplinar Brown
bzw. 6 plus 10 Disziplinar Welser.
Endstand in der Serie (best-of-seven): 4:3
Die Finalserie KAC-Salzburg: 5:4 n.V. (in Klagenfurt), 2:7 (in
Salzburg), 3:6 (in Klagenfurt), 4:1 (in Salzburg), 3:0 (in
Klagenfurt), 2:3 n.V. (in Salzburg), 2:1 (in Klagenfurt)
Fotoserie
Meister seit 2005
- 2009: KAC
- 2008: Red Bull Salzburg
- 2007: Red Bull Salzburg
- 2006: VSV
- 2005: Vienna Capitals
















