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5:2-Sieg gegen Zagreb

Ein grandioser KAC stürmte ins EBEL-Finale

Souveräner geht es kaum! Mit dem zweiten Auswärtssieg von 5:2 und dem vierten insgesamt schaffte der KAC gegen Medveak Zagreb den Aufstieg ins Finale. Dort wartet Linz.

© Foto: GEPA
 

Die ersten zehn Minuten ohne Gegentor zu überstehen, war ein Detail in der von Christian Weber ausgeklügelten KAC-Strategie. So stand die "Null" auch nach 20 Minuten. Der erwartete Sturmlauf der Zagreber fand nämlich gar nicht statt. Weil der KAC wie eine "Mauer" an der blauen Linie stand und mit konsequentem Forechecking die Angriffe der Zagreber neutralisierte. Erst ab der 15. Minute kam Leben in die Bude. Jetzt suchte auch der KAC den Weg nach vorne.

In der Pause wurden die Klagenfurter mit einer seltenen Aktion konfrontiert, was die Nervosität der Kroaten verdeutlichte: Sie verlangten eine Vermessung des Trikots von Torhüter Andy Chiodo. In der Tat war es etwas zu groß. Das wussten sie, weil das Leiberl nach der Rauferei zwischen Chiodo und Kristan im ersten Play-off-Duell in Zagreb geblieben war. Die Folge war eine Zweiminuten-Bankstrafe wegen "unkorrekter Ausrüstung". Nur: Die Strafe folgte auf dem Fuß. Nikolaus Holzer sprang von der Strafbank aufs Eis und leistete die Vorlage für Joseph Tenute, der in atemberaubender Weise zum 1:0 (23.) verwertete.

Mit dem 1:0 drehte sich der Wind ganz deutlich. Die Klagenfurter demonstrierten, als sie sahen, dass die Zagreber läuferisch nicht mehr mitkamen, die veredelte Powervariante des Offensiveishockeys. Vorerst fehlten zwar noch die Tore, aber dann ging es Schlag auf Schlag. Zuerst hämmerte Thomas Koch im Powerplay (28.) die Scheibe mit einer Präzision sondergleichen in den Torwinkel. Dem 3:0 vier Minuten später gingen Genieblitze von zwei Eigengewächsen voraus: Verteidiger Martin Schumnig legte die Scheibe maßgerecht für Markus Pirmann auf, der gekonnt vollendete.

KAC-Fans feierten

Mit dem 3:0 traten die KAC-Fans auf den Rängen bereits in die Aufstiegsfeierlichkeiten ein, die jedoch kurz durch das 1:3 der Kroaten (38.) in Unterzahl gestört wurde. Als die Hausherren in der 52. Minute im Powerplay auf 2:3 herankamen, schien es noch einmal kritisch zu werden. Doch nur 43 Sekunden später marschierte der junge Thomas Hundertpfund im Stile eines Routiniers durch die Zagreber Reihen und markierte in Überzahl das 4:2. Das 5:2 ins leere Tor durch Johannes Kirisits war die Krönung einer großartigen Leistung, die aus einer Mixtur aus Fleiß, Leidenschaft und Raffinesse entsprang. Der Finalgegner heißt Linz. Die Oberösterreicher feierten gegen Laibach mit 5:2 den vierten Sieg. Los geht die Serie am Donnerstag.

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