Unterluggauer schießt scharf
Der Mann für alle Fälle. Sonntag fixierte Gerhard Unterluggauer (31) mit einem Weitschuss den VSV-Sieg, im Derby das 3:2 gegen KAC durch einen Penalty.

Foto © GEPAGerhard Unterluggauer
Die blau-weißen Eishockey-Fans verzeihen vieles, nur eines nicht: Niederlagen gegen den Lokalrivalen aus Klagenfurt. Sieben am Stück hatte der VSV zuletzt kassiert. Doch jetzt ist die Villacher Eishockey-Welt wieder einigermaßen heil. Nicht nur, weil der drei Bonuspunkte bringende siebente Platz in Reichweite ist, sondern weil es endlich wieder ein Erfolgserlebnis in einem Derby gab. Dass die Villacher nach sieben Leermeldungen als Sieger vom Eis fahren durften, verdanken sie Gerhard Unterluggauer.
Derby-Held
Als 22. im Penaltyschießen versenkte Unterluggauer die Scheibe zum 3:2. Dabei hat er sich eher den Ruf als "Heckenschütze" erarbeitet. Bei elf Treffern - für einen Abwehrspieler eine erstaunliche Quote - hält der 31-Jährige derzeit. Einer seiner Kracher aus dem Hinterhalt bescherte dem VSV zuletzt in Zagreb zwei Punkte. Wenn Unterluggauer so richtig Maß nimmt, droht den Torhütern Ungemach: "Seine Schleuder ist unheimlich", hat seinerzeit schon Tormannroutinier Reinhard Divis befunden. Immerhin pfeffert er die Hartgummischeibe mit ungefähr 150 km/h durch die Gegend. "Bei einem All-Star-Spiel wurde eine Geschwindigkeit von 155 km/h gemessen", erinnert sich der Villacher. Dabei zählt er mit 1,77 m gar nicht zu den Eishockey-Riesen: "Ich glaub', das ist auch eine Frage der Technik."
Apropos Technik: Weil er offenbar diesbezüglich nicht unbedingt ein Feinarbeiter ist, schickte Trainer Mike Stewart Unterluggauer erst als 22. Penaltyschützen aufs Eis. Für den Verteidiger irgendwie verständlich, denn im Training hätte er sich noch nie dafür aufgedrängt. Wenn es gegen Bernie Starkbaum gehe, erzählte er, sei meistens der VSV-Tormann der Sieger. Anders sei es gegen "Fremde", wie es Andy Chiodo zur Kenntnis nehmen musste. Jedenfalls hatte der zweifache Familienvater beim Penaltyschießen nicht lange herumgefackelt und mit einem Schuss aus dem Handgelenk den VSV-Sieg fixiert.
Auf der Suche
Gegner KAC sucht unabhängig vom Derby weiter Verstärkung für die Verteidigung. Zwei Schweden wurden nun mit Anders Eriksson (37) und Jan-Axel Alavaara (36, Skelleftea) angeboten. Was Eriksson betrifft, ist Sportchef Hellmuth Reichel wegen fehlender Spielpraxis aber eher skeptisch.
















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