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Zuletzt aktualisiert: 18.09.2011 um 23:24 UhrKommentare

KAC-Sieg in Villach

Das Eis schwitzte und dampfte, aber das Derby kam nie richtig zum Brodeln. Lange Zeit waren KAC und VSV gleichauf. So schmeichelt das 3:0 dem KAC doch etwas. Meister Salzburg besiegte Jesenice.

Foto © GEPA

Der KAC bleibt die Nummer eins im Lande! Nach einem zwar eher farblosen Eishockey-Schlager zogen die Rotjacken mit einem erst im Finish fixierten 3:0-Erfolg aus Villach ab. Dabei hatte der VSV sein Hoch aus den beiden letzten Auswärtssiegen mit ins Heim-Derby genommen, hielt mit dem vorerst (technisch) überlegenen Rekordmeister aus Klagenfurt mit. Die "Reds" rissen anfangs die starre VSV-Defensive mit gefährlichen Querpässen der "Tylers" (Spurgeon, Scofield) auf, die Villacher antworteten mit Kampfkraft und Körpereinsatz. Riesenchancen gab's im ersten Drittel wenige, VSV-"Scharfschütze" Unterluggauer knallte in Überzahl an die Stange (15.).

Nach der ersten Pause nahm das 290. Kärntner Eishockey-Derby etwas mehr Fahrt auf. KAC-Verteidiger Martin Schumnig vergab knapp (22.), im Gegenstoß vernebelte VSV-Legionär Kyle Wanvig die bislang größte Möglichkeit (24.). Auch der traditionelle Derby-Fight durfte nicht fehlen. Kevin Mitchell & Raphael Herburger duellierten sich hinterm VSV-Tor mit den Fäusten. Während die beiden Kampfhähne vier Minuten in der "Kühlbox" hockten, scheiterte Marco Pewal im Konter an Keeper René Swette (31.). Nach einer Köfeler-Strafe brannte bei den Blau-Weißen der Hut, Adler-Goalie Starkbaum hexte aber, fing zwei Lammers-"Granaten" herunter (33.).

Als der Nebel kam

Kurz vor dem zweiten Drittelgong schickten die Referees beide Teams auf die Bank, Tiefnebel zog auf. Die Hallenverwaltung schaltete die Ventilatoren auf Vollgas, das flaue Match wirkte nach der Unterbrechung aber noch mehr "benebelt". Sekunden vor dem Drittelende ließ Gregor Hager einen Sitzer aus, viel mehr war nicht zu sehen.

Auch im Schlussdrittel fehlte die feine Klinge, die Stimmung auf den Rängen passte sich den Darbietungen auf dem Eis an. Chancen resultierten eher aus Einzelaktionen als aus spielerischen Kombinationen. Der KAC-Torhüter rettete abermals nach einem Pewal-Solo (42.), Augenblicke später hatte Schellander den KAC-Vorsprung auf seinem Schläger (42.).

Als sich viele schon an den 9. März 1996 erinnerten, als das 150. Derby in Klagenfurt nach 65 Minuten torlos gestanden war und Jaroslav Sevcik mit einem verwandelten Penalty den KAC zum Sieg geschossen hatte, schlugen die Rotjacken zu: Spurgeon nützte einen Kuznik-Schnitzer, den blitzschnellen Konter über Gregor Hager verwertete Tyler Scofield zur Vorentscheidung (50.), Paul Schellander fixierte mit dem 2:0 (56.) endgültig den fünften KAC-Derby-Sieg in Folge, vier Sekunden vor dem Aus stellte Scofield mit dem 3:0 den viel zu hohen KAC-Erfolg her.

HELMUT GRAM, GERALD POTOTSCHNIG, ANDREAS JANDL

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