Der KAC hat alle Trümpfe in der Hand
Die Rotjacken stellten am Dienstag mit dem klaren 4:0 gegen den VSV in der Halbfinal-Serie auf 3:1. Am Donnerstag können die KAC-Cracks den Einzug ins Finale besiegeln.

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In Wien und Salzburg werden alte Eishockey-Weisheiten ausgepackt. Es war nur ein Spiel und der nächste Sieg ist der schwierigste, war am Dienstag im Kabinengang der Albert-Schultz-Halle zu hören. Mit 9:1 hatten die Capitals Meister Salzburg abgeschossen und sich im Liga-Halbfinale zum Favoriten auf den Finaleinzug gemacht. Im zweiten Duell kann der KAC gegen den VSV schon alles klar machen.
Im Kärntner Duell um den zweiten Platz im Finale hat der KAC nach dem 4:0 am Dienstag in Villach alle Trümpfe in der Hand. Die Klagenfurter führen 3:1. "Ich bin sehr zufrieden. Es ist die große Stärke unserer Mannschaft, Druck auf den Gegner zu machen. Wir müssen dieses Spiel auch am Donnerstag wieder bringen", sagte Trainer Manny Viveiros, der betont, weiterhin "viel, viel Respekt vor der Villacher Mannschaft" zu haben.
Während Andy Chiodo ein "shutout" feiern konnte, musste VSV-Torhüter Bernhard Starkbaum schon nach zehn Minuten verletzt vom Eis. Ob er wieder fit wird, ist offen, die Hoffnung auf das Finale haben die Villacher aber so oder so nicht aufgegeben. "Wir müssen einen Weg finden, um unsere besten 60 Minuten in Klagenfurt zu spielen. Es ist absolut noch möglich. Vor allem mit dem Charakter, den wir haben", erklärte Trainer Mike Stewart.
"Reife" Bullen?
Am Donnerstag (19.15) könnten die mit breiter Brust anreisenden Caps in Salzburg den nötigen und vielleicht vorentscheidenden Auswärtssieg holen. Noch nie haben die Vienna Capitals im Play-off die Red Bulls aus Salzburg ausgeschaltet. Im fünften Anlauf scheinen die Bullen aber "reif" zu sein. Am Dienstag herrschte jedenfalls Ratlosigkeit im Lager des Meisters. "Ich habe keine Erklärung dafür. Ich habe die Spieler gefragt, sie haben keine Antwort", sagte Trainer Pierre Page. Erst einmal, beim 1:9 mit Calgary gegen die New York Rangers, hat er eigener Angabe zufolge ein ähnliches Debakel erlebt.
Die Play-off-Bilanz der Capitals in Salzburg ist ernüchternd. In den Halbfinal-Duellen 2006, 2007, 2008 und 2009 haben die Wiener keinen einzigen Auswärtssieg gefeiert und sind jedes Mal ausgeschieden. Am vergangenen Sonntag waren die Caps schon nahe dran, unterlagen im Volksgarten nach gutem Spiel erst in der Verlängerung 1:2. "Wenn wir unsere Chancen besser genützt hätten, hätten wir gewonnen. Das müssen wir jetzt machen. Wir müssen ein Spiel in Salzburg gewinnen, wenn wir die Serie gewinnen wollen", meinte der dreifache Torschütze David Rodman.

















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