Geduld war für den KAC der Schlüssel
KAC nützte mit einem 2:1-Sieg gegen den VSV im dritten Spiel der Serie seinen Heimvorteil. Goalies im Mittelpunkt, Villacher ließen zu viele Powerplay-Chancen aus.

Foto © GEPA
Rund 44 Minuten lang fiel nur ein Tor. Oder besser: Es rutsche und kippte. Ähnlich wie schon im zweiten Spiel der Serie in Villach war das Gehäuse nicht zu bändigen. So ging es allerdings auch den Villachern mit dem KAC. Zu Beginn noch ausgeglichen, entfaltete sich das Spiel der Hausherren besser als je zuvor in der Serie. Im Mittelpunkt standen erneut die Goalies auf beiden Seiten: Bernhard Starkbaum stürmte sich gegen die KAC-Angriffswellen, Andy Chiodo besserte auf der anderen Seite Schnitzer von Verteidiger Sean Brown (19.) aus.
Zuvor hatte der KAC aber eine knapp fünf Minuten dauernde Unterzahl überstanden, 43 Sekunden sogar mit zwei Mann weniger auf dem Eis. Auffällig: Die eklatante Powerplay-Schwäche des VSV, der gegen die rot-weiße Mauer vor Chiodo zunehmend hilflos wirkte.
Auf der anderen Seite der Eisfläche fehlte dem KAC allerdings vor allem die letzte Konsequenz und der Mut zum Schuss, um die Schwächen des VSV auszunutzen. Großchancen wie die von Gregor Hager (23.) der ideal von Mike Siklenka bedient wurde, endete stets bei Starkbaum, der seinen Anspruch auf die Fortsetzung seiner Rolle als Nummer eins unterstrich. Auch der zweite Spielabschnitt verstrich torlos. Jonathan Ferland scheiterte nach einem Defensiv-Patzer von Johannes Kirisits (31.) am KAC-Schlussmann.
Schlag auf Schlag
Exakt 44 Minuten und 17 Sekunden waren gespielt, ehe Manuel Geier Teamkollegen und Fans kollektiv erlöste: Nach Vorarbeit von Kirk Furey lenkte der Stürmer den Puck unhaltbar ab. Vier Minuten später jubelte man erneut. Die Aktion entsprang dem Eishockeylehrbuch - über drei Stationen kam die Scheibe im Powerplay zu Dieter Kalt, der trocken einkehrte (49.).
Doch die Villacher bewiesen großes Kämpferherz und kamen heran - auch, weil die KAC-Cracks auf die Strafbank marschierten: Kevin Mitchell bezwang Chiodo aus der Distanz und erzielte den 1000. Derby-Treffer der VSV-Geschichte. Doch auch der konnte nicht mehr die Wende herbeibringen.
Features
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Ergebnis:
EC KAC - Villacher SV 2:1 (0:0,0:0,2:1)
Klagenfurter Stadthalle, 5.100 (ausverkauft), SR Jelinek/Oswald
Tore:
M. Geier (45.)
Kalt (48./PP)
bzw. Mitchell (55./PP2)
Strafminuten KAC - VSV: 16 bzw. 14
Stand in Serie: 2:1 für KAC
Nächstes Spiel am Dienstag in Villach
Manny Viveiros:
Es war ein verdienter Sieg von uns, weil wir über 60 Minuten die spielbestimmende Mannschaft waren.
Der VSV-Goalie Starkbaum hielt seine Mannschaft lange im Spiel und im Konter waren die Villacher auch stets gefährlich.
Entscheidend für mich war weiters, dass wir vier Linien durchgehend einsetzen. Dadurch waren wir oft in wichtigen Situationen etwas frischer.
Die Schiedsrichter waren heute äußerst kleinlich, einige Entscheidungen kann ich nicht verstehen. Der VSV bekommt immer ein 3:5-Powerplay gegen uns, wir hatten das gegen den VSV erst ein einziges Mal.
Mike Stewart
Beide Teams haben gut gekämpft, ich bin nicht böse auf meine Spieler.
Beide Goalies waren sehr stark, auch das Penaltykilling beider Teams. Der KAC war aber effizienter.
Unser Powerplay muss unbedingt besser werden. Wir haben vor allem im ersten Drittel zu viele Möglichkeiten in nummerischer Überzahl vergeben.
Es war eine Partie im Play-off-Hockey-Stil. Da geht es auf und ab - und manchmal ein wenig quer.
Zum Schluss haben wir auf den Ausgleich gedrückt. Wir müssen uns das Video der Partie ganz genau anschauen.
















